Sportler des HC Hersbruck in Köln

„Einfach der Wahnsinn“, diese Handball-WM

Lena Endner und Philipp Zinner vom HC Hersbruck waren bei den Hauptrunden-Siegen der deutschen Auswahl gegen Kroatien und Spanien in der Kölner Lanxess-Arena live dabei. | Foto: privat2019/01/IMG-20190124-WA0007.jpeg

KÖLN – An diese Abende werden sich Philipp Zinner und Lena Endner vom HC Hersbruck bestimmt noch lange erinnern: Bei den Hauptrundenspielen der deutschen Handballnationalmannschaft gegen Kroatien und Spanien in Köln arbeiteten die beiden Hersbrucker lautstark mit am neuen „Wintermärchen“.

Ganz spontan entschieden sich die beiden Außenspieler der Hersbrucker Handballherren und -frauen am Sonntag, nach Köln zu fahren. Philipp Zinner war unter der Woche auf einem Seminar in der Domstadt und wollte die Gelegenheit am Schopf packen – und weil er am Montag vor Ort wider Erwarten noch Tickets bekam, fuhr Lena Endner am Mittwoch zum letzten Gruppenspiel gegen die Spanier ebenfalls an den Rhein.

„Überwältigend“ sei die Kulisse in der mit 19 250 Zuschauern ausverkauften Lanxess-Arena gewesen, schwärmt Lena Endner im Gespräch mit der HZ, „einfach der Wahnsinn, so etwas mal live zu erleben.“ Der trotz seiner sportlich eher geringen Bedeutung muntere und hochklassige Schlagabtausch der Europameister von 2016 (Deutschland) und 2018 begeisterte die 25-jährige Linksaußen der HC-Damen vollauf – zumal sie und Philipp Zinner für diese Begegnung überraschend noch erstklassige Plätze mit „einer Supersicht“ ergattert hatten.

Eine nicht ganz so gute Karte erwischte Philipp Zinner am Montag – ziemlich weit oben unterm Dach durfte er dafür beim ultimativen „Krimi“ gegen Kroatien dabei sein, in dem die Jungs von Bundestrainer Christian Prokop vorzeitig das Halbfinalticket lösten. „Der absolute Wahnsinn“, sagt der 26-jährige Altensittenbacher, „total irre, sowas habe ich noch nie erlebt, wie die Halle da mitgegangen ist“.

Das Halbfinale heute Abend um 20.30 Uhr gegen Norwegen verfolgen beide dann wieder vom heimischen Fernseher aus mit und drücken den deutschen Handballern dabei ganz fest die Daumen – obwohl sie beide felsenfest davon überzeugt sind, dass Fabian Wiede, Andreas Wolf und Co. die Skandinavier schlagen und ins Finale in der dänischen Handball-Hochburg Herning am Sonntag einziehen. „Was dort passiert, darauf mag ich mich aber noch nicht festlegen“, sagt Philipp Zinner. Und Lena Endner ergänzt: „Ich hoffe auch da auf einen Sieg …“

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta