Hersbrucker Handballdamen besiegen Erlangen/Niederlindach

Eindrucksvoller Schlusspunkt

Neben Lena Endner mit ebenfalls acht Treffern erfolgreichste Angreiferin der Hersbrucker Handballdamen: Selina Sensen. | Foto: I. Kardogan2018/03/selina_sensen.jpeg

HESSDORF – Mit einem 26:19 bei der HSG Erlangen/Niederlindach haben die Handballerinnen des HC Hersbruck einen eindrucksvollen Schlusspunkt unter eine herausragende Saison gesetzt. Als Aufsteiger in die Bezirksliga gestartet, kann das Team von Trainer Robert Lorenz sogar noch die Relegation zur Bezirksoberliga erreichen – wenn sich die HSG Berching/Pollanten im letzten Spiel einen Punktverlust leistet.

Die HC-Damen bleiben dem Handballsport weiterhin treu, obwohl die letzte Partie der Saison bei der HSG Erlangen/Niederlindach einem Mehrkampf der ganz besonderen Art glich. Für die Gastgeberinnen stand bereits vor der Partie fest, dass sie, um die Bezirksliga zu halten, in die Relegation müssen.

Die Hersbruckerinnen ließen in den ersten Spielminuten ihre Muskeln spielen und stellten ein Abwehrbollwerk auf, das durch die glänzend aufgelegte Torhüterin Sarah Zimmermann komplettiert wurde. Im Angriff spielten sie sich schöne Chancen heraus oder waren im Gegenstoß erfolgreich, führten nach 13 Minuten bereits 5:0.
Doch plötzlich spielte der Unparteiische eine mitentscheidende Rolle: Er pfiff reihenweise umstrittene technische Fehler gegen den HC, versagte „lupenreinen“ Toren die Anerkennung und zeigte schließlich Trainer Robert Lorenz die rote Karte – weil der seinen Spielerinnen eine taktische Anweisung gegeben hatte.

Schusseliger Angriff

Doch die fortan von Nina Bruckner gecoachten HC-Mädels blieben unbeeindruckt und legten nur noch mehr Entschlossenheit in ihre Aktionen. Jana Vampola, Lena Endner und Selina Sensen erzielten weitere Treffer. Auch die Gastgeberinnen hatten nun ihr Visier justiert und kamen durch wuchtige Abschlüsse von Carmen Essl und Jana Fretschner zu Torerfolgen. Der Hersbrucker Deckungsverband ließ auch weiterhin wenig zu, aber im Angriff „verschusselte“ man nun häufiger den Ball. Die Gastgeberinnen holten so Tor um Tor bis zum aus ihrer Sicht schmeichelhaften Halbzeitstand von 8:10.

Zu Beginn der zweiten 30 Minuten erstickten die Schwarz-Weißen aber die aufkeimenden Hoffnungen der HSG und legten einen 5:1-Lauf hin. Lisa Endner strukturierte das Angriffsspiel, setzte ihre Kreisläuferin Xenia Koch in Szene oder kam selbst zum Abschluss. Esther Thiel und Jana Vampola machten über die Halbpositionen ordentlich Betrieb und nahmen das Gästetor unter Dauerbeschuss.

Einzelaktionen prägten Spiel

Die HC Damen schafften es noch einige Male, durch schöne Kombinationen im Angriff die mitgereisten Anhänger zu begeistern, aber das Spiel war nun größtenteils auf beiden Seiten von Einzelaktionen geprägt. Selina Sensen netzte in den letzten zehn Minuten noch viermal aus der Distanz ein, ehe Lisa Endner per Strafwurf den Endstand von 26:19 herstellte.

Durch den hoch verdienten Sieg sind die Damen des HC Hersbruck wieder auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt, jedoch entscheidet sich in der Verfolgerpartie zwischen Berching/Pollanten und Winkelhaid, ob die Aufsteiger diesen auch im Schlussklassement behalten dürfen. Unabhängig davon, wie die Partie ausgeht, dürfen sich die Hersbrucker Handballerinnen über eine ausgezeichnete Premierensaison in der Bezirksliga freuen, in der sie frühzeitig den Klassenerhalt eingefahren haben und sich höheren Aufgaben widmen konnten.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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