Kreistags-Ausschüsse

Einbau eines Aufzugs im PPG-Altbau

Der Aufzug wird im „Altbau“ direkt neben dem Haupteingang eingebaut (braun-rot schraffiert), um von der Aula aus leicht zu erreichen zu sein.2018/02/8756033.jpg

HERSBRUCK – Der Weg ist frei für die letzte Etappe in Sachen „barrierefreies Paul-Pfinzing-Gymnasium“: Der Kreis- und Bauauschuss sowie der Ausschuss für Schule, Sport und Kultur des Kreistags befürworteten einstimmig den Einbau eines Aufzugs gleich neben dem Haupteingang, der Rollstuhlfahrern und schwer bepackten Lehrern den Zugang zu den Physikräumen im ersten Stock und zur offenen Ganztagesschule im Untergeschoss erleichtert.

Ein Architekturbüro aus Schwarzenbruck präsentierte in der gemeinsamen Sitzung der drei Fachausschüsse die konkreten Pläne für den Aufzug. Demnach ist der verglaste, 1,10 mal 1,40 Meter große Aufzug in Massivbauweise wie gewünscht direkt von der Aula her zugänglich.

Problem jedoch beim Einbau an der Außenwand neben dem Eingang: Sowohl die Decke als auch der Boden des Schachts müssen erneuert werden. Letzteres sei nicht so ohne weiteres möglich: Unterhalb der Bodenplatte verlaufen Heizungsleitungen, die verlegt werden müssen. Zudem ist eine Tiefgründung nötig, weil die Bodenbeschaffenheit ziemlich ungünstig ist. Und weil wegen der beengten Verhältnisse keine Maschinen eingesetzt werden können, müssen die Arbeiten per Hand ausgeführt werden. Auch deshalb beziffern die Planer die Kosten auf 222 600 Euro.

Bevor im PPG aber die Bauarbeiter anrücken, gilt es noch zwei Klippen zu umschiffen: Zum einen muss die Kreisverwaltung bei der mittelfränkischen Regierung noch einen Förderantrag stellen – laut Landratsamtssprecher Rolf List „ein rein formaler Akt“, ist mit Ansbach doch schon besprochen, dass rund die Hälfte der Baukosten von 222 600 Euro aus dem „Programm für Nachrüstung behindertengerechter Zugänge an Schulen“ bezuschusst wird.

Außerdem muss der Kreis noch den nötigen Bauantrag bei der Stadt Hersbruck stellen, der nach deren Zustimmung ans staatliche Landratsamt in Lauf geht. Das werde den Antrag schließlich einer „strengen, aufwändigen Prüfung“ unterziehen, so List, handelt es sich bei einem Aufzug doch um einen „Sonderbau“, der besondere Voraussetzungen erfüllen muss.

Architekt Hartmut Hironimus hofft, dass dann wenigstens bis Ende des Jahres alle Unterrichts- und Verwaltungsräume im Hersbrucker Gymnasium – bis auf wenige Ausnahmen wie die beiden Musikzimmer über der Mensa – barrierefrei erreichbar sind.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta