Erfolgreiche Hersbrucker Sportschützen

Doppel-Gold für Rudi Pickel

Peter Gnad (Vierter von rechts) ehrte die Schützen Stefan Meusel, Norbert Liedel, Bernd Lindner, Daniel Liedel, Rudi Pickel, Dieter Massanetz, Viktor Kalmar, Peter Klier, Marianne Wartenfelser mit Lion, Werner Wartenfelser und Stefan Uttenreuther für ihr Abschneiden bei der Deutschen Meisterschaft. | Foto: J. Ruppert2018/01/8689473.jpeg

HERSBRUCK – Die königlich privilegierten Feuerschützen haben einen deutschen Doppelmeister: Rudi Pickel vertrat die Hersbrucker Farben bei den Titelkämpfen in Philippsburg ausgezeichnet und holte sich Gold mit zwei Langwaffen. Seine Vereinskameraden Viktor Kalmar und Julian Brandmeier komplettierten mit einmal Silber und zweimal Bronze den Medaillensatz für den Traditionsverein.

Die Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft sind gleich in zwei Dachorganisationen Mitglied: im Deutschen Sportschützenbund (DSB) und im Bund Deutscher Sportschützen (BDS). Damit stehen den Hersbrucker Präzisionssportlern aufgrund verschiedener Wettbewerbe und Waffen mehr Disziplinen als anderen zur Auswahl. Die schwarz-rot-goldene BDS-Meisterschaft findet immer auf der riesigen Anlage in Philippsburg nahe Karlsruhe statt.

Ausgezeichnete Ausbeute

Mehrere tausend Schützen hatten sich dort an zwei Wochenenden im vergangenen Herbst eingefunden. Insgesamt absolvierten sie etwa 14 000 Starts. Unter den Teilnehmern waren etliche Hersbrucker Feuerschützen, die ausgezeichnet abschnitten.

Bei einer Ehrung im heimischen Sportheim gratulierte Peter Gnad, der zweite Vorsitzende des Vereins, besonders Rudi Pickel. Dieser gewann jeweils in der Superseniorenklasse der über 65-Jährigen die Deutschen Meistertitel mit dem Sportgewehr (Selbstlader Kleinkaliber optische Visierung) über 50 Meter und mit dem KK-Zielfernrohrgewehr ebenfalls auf 50 Meter.

Rudi Pickels Sieg in der Disziplin Sportgewehr fiel dank 25 Zehnern, davon elf Innenzehner, recht deutlich aus. Mit der Zielfernrohrwaffe war es ein Erfolg auf Messers Schneide. Der Hersbrucker schaffte 297 Ringe, ebenso der Berliner Hartwig Wüster. Auch bei den Treffern ins Schwarze erreichten beide 27. Rudi Pickel hatte aber mit 17 zu 16 einen Innenzehner mehr als sein Kontrahent. Die Verfolger lagen dem Führungsduo buchstäblich im Nacken: zwei Gegner kamen auf 296 Ringe, fünf auf 295.

51 Sekunden für 20 Schuss

Viktor Kalmar errang in Philippsburg zwei Plaketten. Er ging wie Rudi Pickel in der Superseniorenklasse an den Stand. Beim Speedschießen mit der Repetierflinte/optische Visierung wurde er nationaler Vizemeister. „Speed“ heißt, dass die Zeit von der Ringzahl abgezogen wird. Für 20 Schuss Schrotmunition in mehreren Serien benötigte Viktor Kalmar 51 Sekunden. Nach 145 Ringen kam er so auf 94 Punkte. In der Disziplin Speed Unterhebelrepetierer KK offene Visierung sicherte er sich nach 188 Zählern Bronze.

Ein weiterer dritter Platz im Schießen auf Zeit ging an Julian Brandmeier, und zwar in der Disziplin Repetierflinte, offene Visierung. Zweimal schrammte Norbert Liedel an einer Medaille knapp vorbei. Die Ausbeute des Seniorenschützen: mit dem Zielfernrohrgewehr über 7 mm Vierter und bis 7 mm Fünfter, jeweils auf 300 Meter. Über 100 Meter holte Norbert Liedel Position sechs.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert