Lesung an der Hersbrucker Mittelschule

Der brave Sohn des Teufels

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HERSBRUCK – Eine teuflische Lesung haben die Jungs und Mädels der Grete-Schickedanz-Mittelschule erlebt. Autor Jochen Till stellte ihnen seine Romanreihe „Luzifer Junior“ vor. Auch einige Viertklässer der Grundschule kamen in den Genuss des höllischen Vergnügens.

Für die Lesung hatte Schriftsteller Till eigens Christian Funk mitgebracht, der mit ihm zusammen aus dem Band „Luzifer junior – Zu gut für die Hölle“ vorlas. In der Geschichte geht es um Luzifer junior, den Sohn des Teufels. Der ist gerade einmal zwölf Jahre alt, lebt in der Hölle und ist in den Augen seines Vater einfach nicht böse genug. Und so beschließt der Teufel schließlich, seinen ach so lieben Sohn hinauf zur Erde zu schicken, damit er dort endlich das Bösesein lernt. Da sind Abenteuer und seltsame Begegnungen vorprogrammiert.

Die Schüler ließen sich dabei die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, einen echten Autor vor sich zu haben, und löcherten Till mit etlichen Fragen. Der gab bereitwillig Auskunft und erklärte, dass er jeden Tag schreibt, etwa zwei Monate für einen Luzifer-Band braucht und die Grundidee zu dem Buch eigentlich von seinem Verlag stammt. Reich sei er mitnichten. Schließlich verdiene ein Autor an einem Buch, das im Handel zehn Euro kostet, gerade einmal rund 45 Cent. Und seine ungewöhnliche Frisur gehe auf die Comicfigur Tim aus „Tim und Struppi“ zurück, von der er erklärter Fan sei.

Die Schüler waren von der Lesung begeistert und umlagerten am Ende Jochen Till richtiggehend, um eines der Kärtchen zu ergattern, die der Schriftsteller statt Autogrammen verteilte. Die Lesung unterstützten auch in diesem Jahr der Lions Club und die Buchhandlung Lösch.

N-Land Katja Bub
Katja Bub