Volleyball

Damen des TV Hersbruck glänzen mit Kampfgeist

Der Block der Damen des TV Hersbruck am Netz stand gegen den TV Erlangen in dieser Szene gut. | Foto: A. Pitsch2019/02/IMG_4471.jpeg

HERSBRUCK – „Es wird schwer werden.“ Mit dieser Prognose sollte Trainer Hans Tuchscherer vor dem Heimspieltag seiner Volleyballdamen recht behalten. Der TV Hersbruck verlor zwar beide Partien, präsentierte sich aber kampfstark und von echtem Teamgeist geprägt.

Zwei Verletzte – darunter ein Kreuzbandriss – brachten das gewohnte Mannschaftsgefüge durcheinander. Tuchscherer musste das Team „komplett umstellen“, Wechsel- oder Rotationsmöglichkeiten fehlten gänzlich. Doch nach eigener Aussage war das Frauen-Sextett „gut drauf und gut gelaunt“.

Diese Portion Optimismus war gegen den Tabellenzweiten, den TB Erlangen, auch nötig. Das Spiel der siebtplatzierten Turnerinnen kam nicht in Gang. Dass die Mannschaft anders zusammengewürfelt war, war an sehr viel Kommunikation untereinander sowie an Abstimmungsproblemen spürbar: Mal gingen zwei Sportlerinnen zum Ball, mal keine (8:14).

Erlangen punktete dank starker Angaben. Die Damen strahlten Souveränität aus, obwohl sie allesamt noch recht jung waren. Nach einer Auszeit der Hersbrucker gewannen die Gastgeberinnen mehr Sicherheit, die Feldaufteilung spielte sich ein (12:18). Obwohl sich die Volleyballerinnen für jeden Ball auf den Boden geschmissen haben, ging Satz eins mit 18:25 verloren.

Mutiger und konzentrierter starteten die Turnerinnen in Durchgang zwei (5:3). Erlangen schien mit dem Kopf noch nicht ganz auf dem Feld, fing sich aber rasch wieder. Mit harten, präzisen Bällen und einem guten Blick für die Lücken im Hersbrucker Stellungsspiel gingen die Gäste in Front (6:9). Auf der Gegenseite häuften sich Unsicherheiten sowie individuelle Unzulänglichkeiten (9:16).

Letztlich scheiterten die Hersbrucker nicht an einem überragenden Kontrahenten, sondern an einer zu hohen Fehlerquote. Denn an sich gestaltete das Tuchscherer-Sextett den Aufbau gut, las die Partie zunehmend besser – wann schlägt Erlangen lange, wann kurze Bälle – und setzte einige Abschlüsse mit Wumms ins gegnerische Feld. Dennoch stand am Ende ein 16:25.

Während der Erlanger Coach die Blicke seiner Damen immer wieder auf seine Taktiktafel zog, fungierte Tuchscherer eher als der Anfeuerer. Aber zunächst zogen die Erlanger in wenigen Minuten auf 1:6 davon. Hersbruck hielt den Abstand aber mit aller Kraft ungefähr in diesem Rahmen und gab den Satz mit 19:25 sowie die Begegnung insgesamt mit 0:3 ab.

Mit dem TSV Ochenbruck – Fünfter der Bezirksklasse Nord – wartete eine weitere Herausforderung auf den TV Hersbruck. Diese Partie gestalteten die Gastgeberinnen offener und mussten sich knapp mit 23:25 geschlagen geben.

Einen größeren Rückstand fingen sich die Hersbruckerinnen im zweiten Satz ein (15:25). Im Nachhinein betrachtet, schien diese Phase wie ein kurzes Luftholen, denn in Durchgang drei rangen die Damen die „Ochis“ mit 29:27 nieder. Letztlich reichten die Kräfte aber nicht, noch den Ausgleich herzustellen. Ochenbruck siegte 25:20 und 3:1.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch