5. Hersbrucker „Begegnungscup“

Christen und Muslime kicken gemeinsam

Wollten im vergangenen Jahr eigentlich absagen, kamen dann aber doch und holten sich beim 4. Hersbrucker „Begegnungscup“ zum zweiten Mal den „Pott“: Mehmet Sen (blaues Trikot) und seine Teamkollegen vom Türkisch-Deutschen Elternverein. | Foto: Porta2018/02/7936690.jpg

HERSBRUCK – Bei seiner fünften Austragung wird der Hersbrucker „Begegnungscup“ einmal mehr seinem Namen vollauf gerecht: Am kommenden Samstag, 17. Februar, ab 10 Uhr jagen in der Dreifach-Turnhalle nicht nur passionierte Hallenkicker der christlichen Gemeinden und türkischen Glaubensgemeinschaften sowie Flüchtlinge aus Äthiopien, dem Irak und Syrien hinter dem Leder her, sondern erstmals auch zwei inklusive Teams des SV Altensittenbach.

Die Organisatoren um Ingbert Hautsch von der evangelischen Johanneskirche bauen dabei wie in den Vorjahren auf die verbindende Kraft des Fußballs und setzen wieder ein deutliches Zeichen – in Zeiten neu aufflammender Gewalt in Nahost, angesichts von Millionen Flüchtlingen weltweit und wachsender Fremdenfeindlichkeit in vielen Ländern des alten Kontinents.

Über 30 Unterstützer sorgen auch heuer dafür, dass sich die inklusive Gewo-Gesundheitschallenge der Lebenshilfe Nürnberger Land über einen „dicken“ Spendenscheck freuen kann. Dazu kommen wie gewohnt die Erlöse aus Startgebühren und dem Verkauf am „multikulturellen“ Büfett, das erneut von vielen Teilnehmerteams bestückt wird.

Bei der fünften Austragung des Turniers liegt der Fokus jedoch nicht nur wieder auf dem guten Miteinander von Christen, Muslimen und Flüchtlingen in Hersbruck, erstmals wagen sich am Samstag auch zwei inklusive Teams vom SV Altensittenbach aufs Hallenparkett. Neben den „Stammgästen“ von der katholischen Pfarrgemeinde (Gewinner der Premiere 2014), der evangelischen Stadt- und Johanneskirche, der islamischen Gemeinschaften Ditib und Milli Görüs (Sieger 2016), des Türkisch-Deutschen Elternvereins (Sieger 2015 und 2017) sind in diesem Jahr gleich fünf Teams mit Asylbewerbern mit von der Partie: „Deportivo Domingos“ (im Vorjahr als „United Balls Fire“ Halbfinalteilnehmer), „United Refugees“, FC Real Hersbruck, International Stars sowie die Mannschaft des Hilfsvereins „Oase“.

Die erste Begegnung wird um 10.30 Uhr angepfiffen, die offizielle Begrüßung durch Bürgermeister Robert Ilg, Landrat Armin Kroder, Norbert Dünkel als Vertreter der Lebenshilfe und die Dekane der katholischen und evangelischen Kirche findet bereits um 10 Uhr statt.

N-Land Klaus Porta
Klaus Porta