Kunstmuseum Hersbruck

Bocchetta-Ausstellung endet am Sonntag

Von Entfremdung, Einsamkeit und dem „Alltag“ im KZ erzählen die Bilder und Zeichnungen Vittore Bocchettas. | Foto: U. Scharrer2019/01/Bocchetta.jpg

HERSBRUCK – Wer den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus noch vor der Gedenkfeier um 17 Uhr in der Spitalkirche begehen will, ist um 16 Uhr ins Kunstmuseum Hersbruck eingeladen. Dort ist zur Musik der Klezmergruppe Sheynhoven die letzte Gelegenheit, die Werke von Vittore Bocchetta zu sehen.

Der ehemals im KZ Hersbruck inhaftierte Künstler aus Verona ist eine hoch geehrte Person in Hersbruck und anlässlich seines hundertsten Geburtstages am 15. November 2018 widmete ihm das Kunstmuseum eine Werkschau mit Arbeiten, in denen er das Erleben im KZ verarbeitete.

Bocchettas Kunst ist inzwischen mehrfach und dauerhaft in Hersbruck zu sehen. Mit ihr und als Person betonte er stets, dass er ideologische Verengungen jeder Art und die Missachtung der Individualität als Grundgröße von Menschlichkeit als den Alptraum unserer Gesellschaft betrachte.

Die aus der Historischen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg entliehenen Werke kehren zum Ende dieser sehr gut besuchten Ausstellung ins Archiv in Flossenbürg zurück.

Zu sehen sind sie noch Freitag und Samstag von 15 bis 18 Uhr und zur Musik von Sheynhoven am Sonntag von 16 bis 17 Uhr im Kunstmuseum am Spitaltor. Von dort sind es nur wenige Schritte zur Gedenkfeier in der Spitalkirche. Danach geht das Kunstmuseum in eine Umbaupause, bis am 7. März mit einer Schau junger Künstler aus der Region wieder eröffnet wird.

N-Land Ute Scharrer
Ute Scharrer