Nur positive Stimmen

Bilanz des internationalen Gitarrenfestivals Hersbruck

Auch ohne Gitarre ein Genuss: Die Weltmusikgruppe „Quadro Nuevo“ war nur ein Höhepunkt beim Hersbrucker Gitarrenfestival. | Foto: S. Baderschneider2017/08/QuadroNuevo-4754.jpg

HERSBRUCK – „Es war ein grandioses Festival.“ Nicht nur Bürgermeister Robert Ilg kommt aus dem Schwärmen nicht mehr heraus, wenn er über das diesjährige internationale Gitarrenfestival spricht. Auch Organisator Max Weller und künstlerischer Leiter Johannes Tonio Kreusch ziehen eine mehr als positive Bilanz.

Wieder einmal befand Ilg, dass das Programm der Woche für jeden Geschmack etwas geboten habe, und freute sich zugleich: „Das Schöne ist, Johannes Tonio Kreusch sprudelt weiter vor Ideen.“ Die Jagd der Höhepunkte kann also 2018 fortgeführt werden. Zumal laut Ilg die Geru-Halle – dieses Jahr erstmals mit Sitznummern ausgestattet – die Feuertaufe bestanden hat, als Pepe Romero unplugged musizierte. „Und alle Zuhörer waren zufrieden.“ Ein großes Lob schickt Ilg ans Team um Festival-Organisator Max Weller.

„Sehr beeindruckend“ fand Weller den gemeinsamen Auftritt von Carlos Barbosa Lima und Yamandu Costa. Die beiden „Größen der brasilianischen Gitarrenmusik“ hätten sich erst am Abend vorher persönlich kennengelernt, dann beschlossen, gemeinsam zu musizieren und sich lediglich beim zehnminütigen Soundcheck zusammen eingespielt, sagt Weller.

Von „starken Erlebnissen, die begeisterten“ spricht auch der künstlerische Chef. Johannes Tonio Kreusch haben alle Konzerte beglückt und er zeigt sich beeindruckt von den Künstlern. So habe Romero zehn Stunden Unterricht mit den Schülern der „Hersbruck Musik Akademie“ gehalten, obwohl er nur für drei gebucht war: „Die Musiker wollen halt was vermitteln“, ist sich der Gitarrist aus München sicher. Und genau das möchte Kreusch auch in Zukunft weiter fördern und ausbauen: „Unser Angebot an interessanten Vorträgen und Workshops wird vor allem von jungen Leuten sehr gut angenommen.“ Er sieht das Festival in dieser Hinsicht in einer Vorreiterrolle, jenseits der Ausbildungsstätten weitere Unterrichtsmöglichkeiten verschiedener Stile anzubieten.

Vielleicht konnte die Akademie auch deshalb die Zahl der Teilnehmer – eine Mischung aus Studenten, Gitarrenlehrern und Laien – noch einmal steigern. Kreusch ist es wichtig, dem Publikum mit seinem Programm Kontraste näher zu bringen und zugleich zu unterhalten.  Kraft schöpft Kreusch zum Beispiel aus Begegnungen mit dem Publikum. So erfuhr er, dass Gäste aus Bremen und Kaiserslautern extra zu Konzerten angereist waren, ein Hamburger hätte sogar am Freitag spontan einen Flug gebucht, wenn es noch Karten für Yamandu Costa gegeben hätte. „Das begeistert mich und bestätigt mich, das Festival überregional weiter bekannt zu machen.“

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch