Heimische Triathleten glänzen bei „Challenge Roth“

Bestzeit und Trophy-Sieg

Bereit für den Ironman auf Hawaii: Johannes Egelseer stellte bei der „Challenge“ in Roth eine neue persönliche Bestzeit auf – trotz einer kurzen Krise beim abschließenden Marathon. | Foto: privat2017/07/8253175.jpeg

HERSBRUCK/ROTH – Die „Challenge“ lockt nicht nur alljährlich die weltbesten Triathleten nach Roth, auch etliche „Eisenmänner“ aus dem Hersbrucker Land können sich der Faszination des seit 1984 ausgetragenen und inzwischen weltweit größten Wettkampfs auf der Triathlon-Langdistanz nicht entziehen. Sie stellten sich einmal mehr der „Ironman“-Herausforderung von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und dem abschließenden Lauf über die klassische Marathonstrecke von 42,195 km.

In bester Erinnerung wird Johannes Egelseer die diesjährige Austragung des „Ironman“ in Roth behalten – lief der Henfenfelder doch auf der neuen Strecke gleich zu einer persönlichen Bestzeit in Roth (9:12:48 Stunden), trotz einer kleinen „Krise“ kurz vor dem Ziel.

Den „Radsplit“ hatte er, wie zuvor auch die 3,8 Kilometer Schwimmen, nach Plan absolviert – also unter einer Stunde Schwimmen (tatsächlich: 57 Minuten), unter fünf Stunden Radfahren (4:53 Stunden) und dann den Marathon möglichst schnell laufen (am Ende blieb die Uhr bei 3:16 Stunden stehen).
Was die Schwierigkeiten unterwegs aber mindestens aufwog, waren die Zuschauermassen entlang der Strecke: „Über 260  000 positiv verrückte Triathlonfans, die uns teilweise bis nahe an einen Hörschaden anfeuerten“, begeisterte sich Johannes Egelseer wieder einmal für das Erlebnis „Triathlon Roth“.

Beendet ist die Triathlonsaison für den Henfenfelder damit aber noch nicht.
Denn im Oktober steht noch die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii an. Sein persönliches Ziel hat er schon formuliert: „Dort möchte ich einen für mich guten Wettkampf abliefern, auch wenn es dort in den Lavafeldern ganz sicher noch ein Stückchen heißer als in Roth werden dürfte…“

Tri-Team erfolgreich
Auch eine Handvoll Ausdauerathleten des in Hersbruck ansässigen Tri-Team Frankenalb gingen bei der „Challenge Roth“ an den Start. Mit Annika Böhmer, Julian Hegel, Bastian Pecher, Daniel Braun, Matthias Müller und Eike Loch stellte das Team sechs Starter in verschiedenen Staffeln.
Bastian Pecher als Schwimmer und Eike Loch als Läufer waren für ihren Arbeitgeber Nürnberger Versicherung unterwegs. Ergänzt wurde diese Staffel durch den Radfahrer Markus Pohl-Voigt. Durch ein solides Schwimmen (1:08:21), ein starkes Radfahren (4:45:51) und die Tagesbestzeit beim abschließenden Marathon (2:41:07) sicherte sich die Staffel den verdienten Sieg in der Staffel-Trophywertung mit ziemlich genau einer halben Stunde vor den Zweitplatzierten.

Julian Hegel, Daniel Braun und Werner Haas starteten in der von Zweirad Teuchert und CBM Münzprüfelektronik gesponserten Staffel. Auch diese konnte sich hervorragend positionieren. Hegel schwamm unter einer Stunde (59:42) und bestätigte seine aktuell sehr gute Form. Braun nutzte das Radfahren als letzten Belastungstest vor dem Ironman Nizza. Mit einer respektablen Zeit von 4:30 Stunden meisterte er diesen Test souverän. Und Werner Haas vom MTP Hersbruck lief den abschließenden Marathon in 3:33:23. Am Ende erreichte er einen bemerkenswerten zwölften Platz in der Männerwertung.

Annika Böhmer brachte die Anfangsdisziplin des Triathlons unter 70 Minuten ins Ziel und legte damit den Grundstein, dass auch ihre Staffel zu den „Finishern“ gehören konnte.
Als Einzelstarter gebührt allerdings Ralph Stiegler die größte Anerkennung. Er zeigte in Roth wieder einmal, dass man diese Distanz auch allein zurücklegen kann. In starken 10:20 Stunden kam er mit persönlicher Bestzeit als 92. seiner Altersklasse ins Ziel und schaffte damit den Sprung unter die ersten 100 Athleten der AK 35.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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