Brand im Pommelsbrunner Katzenhaus

Besitzerin legte Feuer

POMMELSBRUNN (sw) – Das Katzenhaus in Pommelsbrunn war in den vergangenen Tagen das Gesprächsthema in der Gegend. Erst hatte der Tierschutzverein dutzendfach verwahrloste und kranke Katzen aus den Räumen geholt, dann war dort plötzlich Feuer ausgebrochen. Ein Fall für die Schwabacher Kripo – und er ist gelöst: Die Besitzerin des Hauses, eine 53 Jahre alte Frau, hat gestanden, das Feuer selbst gelegt zu haben.

Gegen sie wird nun wegen schwerer Brandstiftung ermittelt, dazu kommt der Verstoß gegen das Tierschutzgesetz – auf ihrem Hof lebten rund 50 Katzen in erbärmlichen Zuständen.

Am Freitagmorgen waren erneut Helfer des Hersbrucker Tierheims ausgerückt, um auf dem verwahrlosten Hof nach weiteren Tieren zu suchen. Dabei wurde der Brand entdeckt. Die 53-Jährige hatte ihn gelegt, ihr Vorhaben, das Haus abzufackeln, misslang allerdings. Jedoch tötete der giftige Rauch im Inneren des Hauses 15 Tiere.

Wie es zur explosionsartigen Vermehrung der Katzen kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Ob die Frau unter dem Animal hoarding-Syndrom leidet, oder ob sich die Katzen dort einfach einnisteten und unkontrolliert fortpflanzen konnten, ist nicht klar. Die Hausbesitzerin soll in den nächsten Tagen auch psychologisch untersucht werden.

Derweil kümmert sich das Hersbrucker Tierheim weiter um die kranken Tiere. Und erfährt nun Schützenhilfe: Der Deutsche Tierschutzbund, Landesverband Bayern, leistet finanzielle Soforthilfe. Martina Höng, Leiterin des Tierheimes, rechnet mit etwa 5000 Euro, die vor allem durch Tierarztkosten zustanden kommen werden. Da sind die 2500 Euro, die der Tierschutzbund nun überweist, ein Silberstreif am Horizont.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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