Lehrpfad in Ellenbach geplant

Alles über Bienen

Die malerischen Ellenbacher Kirschenanger sind Ausgangspunkt für den geplanten Bienenlehrpfad. | Foto: J. Ruppert2017/04/8009953.jpeg

HERSBRUCK – „Das Projekt passt in die Philosophie unserer Stadt“, freute sich Bürgermeister Robert Ilg über ein ungewöhnliches Anliegen. Der Imkereiverein möchte in Hersbruck einen Bienenlehrpfad einrichten. Die Stadträte im Bauausschuss begrüßten die Idee. Weitere Themen waren eine Beschilderung zur Geru-Halle, die neue Straße „Savile Row“ und viele Einzelobjekte.

Der Bienenlehrpfad entsteht am Ostrand des Ortsteils Ellenbach. Er besteht aus sieben Schautafeln mit Informationen rund um die auch für die Menschheit lebensnotwendigen Insekten. Für das Aufstellen sind die Montessori-Schule in Lauf und die Nürnberger Berufsschule der Zimmerer verantwortlich. Der Hersbrucker Bauhof unterstützt das Aufstellen. Der Pfad beginnt nahe der Kappelle unter den Linden oben in Ellenbach, führt dann durch Kirschenhain und Hutanger, verläuft vorbei an Wiesen und Feldern zum Säuweg und endet am unteren Ortseingang beim Bolzplatz.

Ilg hatte den Imkern sofort sein Okay signalisiert. Der Bauausschuss schloss sich dem einstimmig an. Ulrike Eyrich wollte wissen, ob die Tafeln auch auf Privatgrund stehen. „Nur in einem Fall, und da liegt die Zustimmung des Eigentümers vor“, antwortete Sabine Maul von der Bauverwaltung.
Die Pflege des Projekts geschieht in enger Kooperation mit den Verantwortlichen, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage von Irmgard Raum. Ein weiteres Vorhaben ist ein Schulungsstand mit Bienenlehrstand. Dazu sind aber noch Details zu klären.

Name nach Produktlinie
Einen für die Stadträte nicht alltäglichen Wunsch hatte Création Gross: Das Hersbrucker Bekleidungsunternehmen möchte eine Stichstraße auf ihrem Gelände in der Südstadt „Savile Row“ nennen, nach dem Namen einer neu geplanten Produktlinie. Lady Dorothy Savile lebte im 18. Jahrhundert, und nach ihr ist in London die Straße der traditionellen Schneiderkunst benannt. Der Ausschuss stimmte zu. Ein Hinweisschild wird die ungewöhnliche Bezeichnung erklären.

Im Buchgebiet war laut Bebauungsplan aus dem Jahr 1990 ein Spielplatz vorgesehen. Der wurde aber nie verwirklicht. Der Bauausschuss gab das Grundstück nun für ein Einzelhaus frei. Iris Plattmeier hätte gern eine Fläche für die jüngsten Hersbrucker in dem Gebiet gehabt. Robert Ilg hat noch vor seiner Amtszeit dort mit seiner Familie gewohnt und erzählte „aus dem Nähkästchen“, dass die Kinder lieber in der freien Natur gespielt hätten. Sollte sich dies ändern, sei er für Vorschläge offen.

Etliche Baugesuche wurden ohne Aussprache weitergeleitet, so der Teilabbruch eines Gewächshauses an der Poststraße neben dem Schickedanz-Areal durch die Firma Maisel Projektentwicklung, die Änderung eines Büros in einen Laden in der Prager Straße, die Aufstockung eines Lagerraums durch die Glaserei Gnad und die Umwandlung eines Strick-Cafés in ein Fußpflegestudio in der Martin-Luther-Straße. Dagegen verweigerte die Stadt ihre Zustimmung zu dem Wunsch, nahe der Fuchsau einen offenen Pferdestall für eine ganzjährige Nutzung umbauen zu lassen.

In einer Anfrage sagte Irmgard Raum, dass Beschilderung und Beleuchtung bei der Geru-Halle — Hersbrucks Stadthalle – wenig bis gar nicht vorhanden sind. Ilg möchte dafür bald einen Auftrag für entsprechende Hinweistafeln vergeben. Stadtbaumeister Lothar Grimm ergänzte, dass auch die Dreifach-Sporthalle und die Grete-Schickedanz-Schule für Fremde leichter zu finden sein sollten.

Mehr Mobilfunkleistung
Lothar Grimm berichtete, dass die Mobilfunkanlage auf der Michelsberg-Gaststätte „ertüchtigt“ wird. Das erhöht die zulässigen Emissionen um 0,3 bis 0,5 Prozent. „Die Belastungen bleiben in Hersbruck deutlich unter dem erlaubten Grenzwert“, betonte der Stadtbaumeister. In der Kläranlage beginnen die Arbeiten zur Stickstoffreduzierung. Hersbruck hat für das in der Größenordnung wegweisende Projekt einen Preis in Höhe von 10 000 Euro bekommen.

Außerdem möchte Grimm die Fördermöglichkeiten des Hersbrucker Fassadenprogramms durch einen Info-Flyer besser bekannt machen. Norbert Thiel merkte dazu an, dass die örtliche Gestaltungssatzung veraltete Punkte enthält, die nicht mehr umsetzbar sind. Lothar Grimm bejahte dies. Bei einer Tagung der fränkischen Stadtbaumeister wurde das Problem behandelt und gemeinsam mit dem Denkmalschutz ein neuer Entwurf erarbeitet.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert