Südkoreanerin Sejin Kim und ihre Werke

Vernissage der Kunstausstellung auf Schloss Henfenfeld

Die Künstlerin Sejin Kim vor einem ihrer Bilder im Roten Saal. | Foto: Johann Dechant2018/09/Sejin_Kim_7972.jpg

HENFENFELD – Auf Schloss Henfenfeld wurde eine neue Kunstausstellung eröffnet. Die Südkoreanerin Sejin Kim zeigt dort Skulpturen und Bilder unter dem Motto „Keine Angst vor Traurigkeit“, im Fokus stehen dabei Mensch und Tier.

Schlossherrin Denette Whitter begrüßte am „Tag des offenen Denkmals“ die Gäste der Vernissage. Nachdem hier das Motto „Erleben, was uns verbindet“ war, stellte sie fest, dass im Schloss stets Verbindungen geschaffen werden, besonders was die Kunst betrifft.

Zusammen mit Kristina Scherer, Maximilian und Jeanne Vogt sorgte Whitter für den musikalischen Rahmen. Die Henfenfelder Künstlerin Ruth Wittmann wirkte als Kuratorin. Der Nürnberger Künstler Martin Turner stellte die Werke der Künstlerin vor, die seit zehn Jahren in Deutschland lebt.

Alle ausgestellten Bilder sind mit Öl auf Leinwand gemalt. Sejin Kim malt nach Gefühl, nicht geplant, daher sind sie auch ohne Bedeutungsinhalt. Die Gemälde sind Momentaufnahmen mit eigentümlichen Wirkungen, Spannungen und Polaritäten sind dabei erkennbar. Turner wies auf ein Bild hin, auf dem nur ein weißes Zelt vor schwarzem Hintergrund steht, eine extreme Betonung von Hell und Dunkel.

Menschen, Tiere und Pflanzen zeigen sich in den Werken, wobei manches vertraut wirkt, teilweise auch Heiterkeit ausdrückt. Die transparente Malerei soll nicht den Eindruck einer Präsentation erzeugen. Turner wies auf die asiatische Mentalität hin, bei der nicht alles perfekt sein müsse, denn: „Wenn die Künstlerin meinte, ein Bild sei fertig, dann war es auch fertig.“

Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 6. Januar zu den Konzerten oder nach telefonischer Vereinbarung unter 09151/9087838.

N-Land Johann Dechant
Johann Dechant