Gaumeisterschaften der Bogenschützen

Meister der gespannten Sehne

Mit vielen guten Treffern wurde der selten auf Meisterschaften zu sehende Daniel Krieger (Velden, 2. v.rechts) Vizegaumeister in der Herrenklasse. | Foto: U. Schuster2018/11/IMG_5062.jpeg

PEGNITZ – Bei den Hallengaumeisterschaften der Pegnitzgrund-Bogenschützen haben die Sportler der SG Velden und der SG Henfenfeld wieder etliche Titel gewonnen. Der prestigeträchtigste – der mit dem olympischen Recurvebogen in der Herrenklasse – ging an den Veldener Markus Kolb.

Velden und Henfenfeld waren mit jeweils acht Schützen auch die beiden teilnahmestärksten Vereine beim Leistungsvergleich der Bogenschützen aus dem Gau Pegnitzgrund. Die Herrenklasse mit dem olympischen Recurvebogen wurde dabei zur „Veldener Stadtmeisterschaft“, auch weil Louis Braun, Bogensportleiter des BSC Schnaittach, nicht zur gewohnten Form fand. Ob die freilich gereicht hätte, um die starken 534 Ringe von Markus Kolb zu toppen, ist fraglich.

Hinter dem neuen Hallengaumeister belegten seine Vereinskollegen Daniel Krieger (507) und Robert Wartha (482) die weiteren Plätze auf dem Siegerpodest. Für Krieger ein besonderer Erfolg, ist er bei Meisterschaften doch eher selten, und wenn dann nur in der Halle anzutreffen – seit rund 15 Jahren ist der Bogensport für den Veldener in erster Linie idealer Ausgleich zu seinem Bürojob.

Drei weitere Titel holten Florian Stief bei den Junioren (352 Ringe), Bastian Kolb bei den Schülern A (487) sowie Bianca Ottmann, die bei den Schülerinnen A mit 394 Ringen das „Duell“ gegen ihre Schwester Carolin (380) knapp gewann, ins Schützenhaus nach Velden.

Neue Altersklasse eingeführt

Roland Beck, ein alter Hase unter den Sportschützen, startete zum ersten Mal in der Seniorenklasse und stellte dabei sein Können gleich mit 442 Ringen und Platz zwei hinter Peter Graf von der SG Ursensollen (473) unter Beweis.
Die Fahne der SG Henfenfeld hielt wie gewohnt Marcus Lampe hoch: Der Blankbogenschütze hat durch seine hervorragenden 442 Ringe bereits die Fahrkarte zur Bezirksmeisterschaft in der Tasche, dennoch war er mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden. Zum ersten Mal war hier mit einer Ergänzung der Sportordnung eine Altersklasse eingeführt worden – diese „Mastersklasse“ mit Schützen ab dem 50. Lebensjahr ist zugleich die leistungsstärkste. Die Plätze hinter Lampe belegten Erhard Adelhardt aus Tüchersfeld (396) und Udo Schuster vom BSC Schnaittach (379).

Ebenfalls jubeln durfte Sarah Vogt aus Henfenfeld über 376 Ringe und den Titel bei den Juniorinnen mit dem Recurvebogen. Möglicherweise von den farblich gestalteten Räumen in der Pegnitzer Halle animiert, war Henfenfelds Bogensportleiter Dietmar Faltermeier mit seinen 448 Ringen und Platz zwei in der „Masterklasse“ – hinter dem Schnaittacher Routinier Jürgen Hartmann – sehr zufrieden. Über ihr bisher bestes Hallenergebnis – 427 Ringe und Platz zwei in der weiblichen „Masterklasse“ – freute sich die Henfenfelderin Elke Lintl-Schweiger. Seit über zwei Jahren tritt sie bereits mit dem Bogen an die Schießlinie.

Deutlich länger ist Angelika Promberger vom BSC Schnaittach dabei, die mit 541 Ringen die höchste Ringzahl aller Starter erreichte. Am Wochenende vor der Gaumeisterhaft hatte die Masterklassen-Schützin schon bei einem Hallenturnier bei Bamberg dominiert und glänzte auch am Tag nach den Gautitelkämpfen beim Zeidler Turnier in Feucht. Ihr großes Ziel: Das Ticket zur Deutschen Meisterschaft. 2017 startete sie erstmals bei der Hallen-DM und wurde dort Elfte in ihrer Klasse.

N-Land Udo Schuster
Udo Schuster