HSG Lauf/Heroldsberg

Heimische Handballer verlieren Relegations-Hinspiel in Eichenau

Stand die HSG-Abwehr zuletzt gegen Meister Regensburg noch gut, taten sich die heimischen Handballer in der Relegation nun in der Defensive schwer, Zugriff auf die Gegner vom Eichenauer SV zu bekommen. | Foto: Santemiz2018/05/Handball-HSG-Lauf-SG-Regensburg-20_Z-Kopie.jpg

EICHENAU/LAUF — Mit einer schweren Last sind die Landesliga-Handballer der HSG Lauf/Heroldsberg vom ersten Teil der Aufstiegs-Relegation zurückgekehrt. Das Hinspiel beim Eichenauer SV verlor die HSG deutlich; am Donnerstag stand am Ende ein 30:23 (15:11) auf der Anzeigetafel. Für das Rückspiel am morgigen Samstag um 18.30 Uhr heißt das, dass die HSG einen Sieg mit acht Toren Differenz braucht, um den Traum vom Bayernliga-Aufstieg wahr zu machen.

Die HSG trat die Fahrt nach Eichenau mit vielen guten Vorsätzen und Entschlossenheit an. Schon in der Aufwärmphase war das Flair der Halle und die Spannung unter den Zuschauern zu spüren. Als dann das Spiel begann, zeigten die Eichenauer der HSG, was Entschlossenheit und Wille bei einem Relegationsspiel bedeuten. Die starke 5+1-Abwehr der Gastgeber mit dem äußerst präsenten Einser Claudio Riemschneider kaufte den Rückraumspielern der HSG ein ums andere Mal den Schneid ab. So kam denn auch der zwischenzeitliche Spielstand von 5:0 für den ESV zustande.

Vorne lief der Ball nicht flüssig und hinten bekam die HSG keinen Zugriff, sodass sich die Eichenauer in einen Rausch spielten, der erst durch eine Auszeit des HSG-Trainergespanns Korn/Peer gestoppt wurde.

Durch die Hereinnahme von Meier und einer Umstellung in der Abwehr begann das Laufer Spiel nun verbessert. Das Tempospiel vorne konnte nun aufgezogen werden und die Abwehr bekam besseren Zugriff. Mit einem Siebenmeter wurde der Torreigen der HSG eröffnet. Nun waren auch die HSG-ler in dem Relegationsspiel angekommen. So ging es dann von einem 0:5 auf 5:8 und das Spiel war wieder einigermaßen offen.

Wen die Gäste aber in der ersten Halbzeit nie wirklich in den Griff bekam war der zweite Riemschneider im ESV-Kader, Claudios Bruder Manuel. Er hatte an diesem Nachmittag wirklich einen Sahnetag erwischt, war Dreh- und Angelpunkt im Angriff, traf nach Belieben und setzte seine Nebenmänner hervorragend in Szene, sodass die HSG zur Halbzeit nur auf 11:15 verkürzen konnte.

Klare Worte in der Halbzeitpause

In der Halbzeitpause wurden die Defizite bei der HSG klar angesprochen und an den Glauben in die eigenen Fähigkeiten appelliert. Diesmal kam die HSG besser ins Spiel und legte direkt mit einer starken Aktion in der Abwehr sowie mit einem direkten Gegenangriff los. So waren die ersten fünf Minuten im zweiten Abschnitt ein Schlagabtausch auf Augenhöhe – bis die Eichenauer die wieder aufkeimenden Fehler der HSG absolut effizient zu nutzen wussten. So schwoll der Abstand von 12:16 auf zwischenzeitlich 15:23 an und das HSG-Trainergespann Markus Korn und Hans-Peter Peer musste wieder eine Auszeit nehmen, um die Mannschaft einzustellen und den Lauf der Eichenauer zu unterbinden.

Dies klappte zunächst nicht, denn auf einmal war mit zehn Toren der höchste Rückstand der Gäste auf der Anzeigetafel zu sehen. Sicherlich war in dieser Phase entscheidend, dass die Laufer immer wieder in Unterzahl dagegenhalten mussten, was an diesem Tag selbst mit voller Spieleranzahl extrem schwierig war. Trotzdem waren die Laufer nicht abzuschütteln und schafften es, den Zehn-Tore-Rückstand zum Spielende beim 30:23 immerhin noch um drei Tore zu verkürzen.

Sieben Tore Rückstand sind ein ordentliches Paket, dass die Laufer aus Eichenau mit gebracht haben. Allerdings sollte man nicht vergessen, wie oft die HSGler in dieser Saison schon abgeschrieben waren und immer wieder Moral zeigten. Deshalb hofft das HSG-Team, den Rückstand heute im zweiten Spiel der Serie noch umzubiegen.

HSG: von Borstel, Götz – Schöffel (1), Maußner (2), Schneider (2), Artz (1), Funke (5), Laugner (1/1), Kaltenhäußer, Meier (2), Kemper (2), Zahn, Scheuerer (6/3), Frank (1).
Eichenauer SV: Udovicic (6), Bauer, C. Riemschneider (4), Winkler, Schweitzer (4), Steinherr (4), Lutz (2), Zerbes, Burtscher, Ortmeier (2), Trapp, Bauer, M. Riemschneider (8), Staud.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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