Rettung im Bahn-Tunnel

Frau kollabierte in defektem Zug

Die Feuerwehrleute leuchteten den Tunnel aus und räumten schließlich den defekten Zug. | Foto: H. Herrmann2018/02/IMG_1267.jpg

GÜNTERSTHAL – Am Freitag gegen 16.30 Uhr wurden ASB und Deutsche Luftrettung zu einem Einsatz in den Gotthard-Tunnel bei Güntersthal gerufen. Dort sollten sie eine bewusstlose Frau aus einem defekten Zug retten.

Auch die Feuerwehren aus Velden, Hartenstein und Reichenschwand sowie Kreisbrandrat Norbert Thiel und Kreisbrandinspektor Holger Hermann waren im Einsatz. Es stellte sich heraus, dass in dem Tunnel ein Zug wegen eines technischen Defekts liegen geblieben war. Im ersten Teil war zudem die Stromversorgung ausgefallen, eine Frau aus Pegnitz war dort wegen ihrer Platzangst kollabiert.

Der Notarzt kam mit dem Rettungshubschrauber, die Eckart-Werke stellten ihren Landeplatz zur Verfügung. Die drei Feuerwehren brachten mit rollbaren Schienenaufsätzen Material und Geräte zur Einsatzstelle in die Mitte des Tunnels. In gleicher Weise wurde die Pegnitzerin liegend zum Rettungswagen gerollt.

Keine Handyverbindung

Die Verantwortlichen von Bahn und Feuerwehr entschieden schließlich, den Pendolino zu räumen. Die Feuerwehren leuchteten den Umstiegsbereich aus und bauten Aus- und Einstiegshilfen auf. Weil die rund 300 Fahrgäste schon seit über zwei Stunden ausharrten, verteilten Feuerwehr und ASB Getränke und prüften, ob eine medizinische Versorgung notwendig war.

Ein weiteres Problem war die fehlende Netzverbindung für Handys im Tunnel: Angehörige, die bereits an den Bahnhöfen warteten, konnten nicht verständigt werden. Nach der Evakuierung des ersten Zuges fuhren die Pendolini bis Vorra zurück und über das Gegengleis wieder Richtung Norden. „Den Fahrgästen muss man für ihr Verhalten sehr hohen Respekt aussprechen. Alle waren geduldig und sehr diszipliniert”, lobte Roland Löb vom ASB.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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