Folgen des Sturms

Felssicherung am Hang nahe Anka-Tal

Bauoberrat Ulrich Lang (Mitte) vom Staatlichen Bauamt Nürnberg inspiziert zusammen mit Diplom-Geologe Hannes Bergmann und dessen Mitarbeiterin den eingekeilten tonnenschweren Fels. | Foto: S. Fuchs2017/03/7920092.jpeg

RUPPRECHTSTEGEN – Ein rund vier Tonnen schwerer Felsen oberhalb der Staatsstraße 2162 bei Rupprechtstegen muss in den nächsten Wochen kontrolliert entfernt werden. Unmittelbare Gefahr bestehe allerdings nicht, stellte sich bei einem Ortstermin mit dem Staatlichen Bauamt Nürnberg heraus.

Bei dem starken Sturm in der vergangenen Woche wurde eine alte Fichte an der Hangkante, etwa 100 Meter oberhalb der Staatsstraße kurz nach Rupprechtstegen in Richtung Lungsdorf (Anka-Tal), entwurzelt. Der über 20 Meter lange Baum riss mehrere Felsen mit in die Tiefe, bevor er sich quer liegend an einer Buche verkeilte. Die auf die Straße gestürzten Felsbrocken wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Enzendorf noch in der gleichen Nacht entfernt (wir berichteten).

Einer dieser losgelösten Felsen, nach Schätzung von Diplom-Geologe Hannes Bergmann mit einem Gewicht von rund vier Tonnen, blieb oberhalb der gestürzten Fichte im Hang hängen. Bei einem Ortstermin an der Schadensstelle mit Bauoberrat Ulrich Lang vom Staatlichen Bauamt Nürnberg gab nun der Projektgeologe zumindest teilweise Entwarnung. Es sei keine Gefahr im Verzug, er würde aber dennoch raten, den rund einen Kubikmeter großen, nur durch den umgestürzten Baum gehaltenen Felsen kontrolliert zu entfernen.

Zudem empfahl er dringend, wenn schon ein Räumtrupp im Hanggelände tätig sei, weiteres kleineres, teils unter Moos verstecktes, aber lockeres Felsmaterial sowie eine Gesteinsnase im angrenzenden Felsmassiv zu entfernen; mögliche Gefährdungen, die er bei seiner gründlichen und weitläufigen Absuche feststellte. Dazu werde, wie Lang ergänzte, während der Räumarbeiten die Staatsstraße kurzzeitig gesperrt. Termine dafür werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bislang sei der gesamte, in Privatbesitz befindliche Hang in punkto Steinschlag aber noch nie auffällig gewesen.

N-Land Siegfried Fuchs
Siegfried Fuchs