Großer Aufwand

Werbespotdreh am Happurger Baggersee

Zig Leute waren beim Dreh eines Werbespots am Happurger Baggersee im Einsatz. | Foto: Pfeiffer Medienfabrik2017/09/8381607.jpg

HAPPURG – Feuer, Kameras, Licht und jede Menge Menschen, einige davon in Kostümen, und das nachts am Baggersee. Wird hier für den nächsten Franken-Tatort gedreht? Nein, die Pfeiffer Medienfabrik filmte zwei Tage lang für den Kino-Werbespot von Bestattungen Blank.

Am Ende werden gerade einmal rund 45 Sekunden im Kino zu sehen sein. Der Aufwand dafür – enorm. Allein 30 Stunden Planung stecken in dem Projekt, da war noch keine Sekunde gedreht. Schließlich sind für die Durchführung eines Außendrehs am Wasser – zudem mit dem Einsatz von Feuer – viele Genehmigungen einzuholen.

Aus Sicherheitsgründen mussten Feuerwehr und Wasserwacht vor Ort sein und im Vorfeld angefordert werden. Wer macht die Maske? Wo wird noch Hilfe gebraucht? Wie kommt man an die Kostüme? Und vor allem: Wie soll der Inhalt rund um ein feuriges Begräbnis in ein Skript verpackt werden? Als das Team der Medienfabrik dies alles geklärt hatte, begann die Aufregung langsam zu steigen. Alles hatten sie genau geplant, aber würde das Wetter mitspielen? Immerhin sah das Drehbuch ein Feuer vor, für das die Filmer außerdem nur eine Chance hatten. Wiederholen unmöglich. Über 35 Mann versammelten sich in den beiden Nächten am See.

Auch die Polizei schaute immer mal wieder vorbei – schließlich bekommt man so etwas nicht alle Tage zu sehen und auch für die Medienfabrik war es ein besonderes Projekt: „Mensch und Material waren gefordert“, sind sich die Mitwirkenden einig. Letztlich hat alles geklappt: Die lichtstarke Kamera, die die Bilder wie in der Dämmerung wirken lässt, nahm in den fast 15 Stunden am und in der Umgebung des Happurger Baggersees zig Stunden an Material auf. Warum so viel? „Die Szenen wurden von zwei Seiten, aus verschiedenen Winkeln und in diversen Bildgrößen eingefangen“, erklären Alexander Pickel und Daniel Kaiser.

Da kann eine Einstellung schon zehn bis 20 Mal bei der Sichtung auftauchen. Wer denkt, es wurde in der Reihenfolge des Skriptes gedreht, der irrt. „Es muss einen optimalen Produktionsablauf geben“, sagt Kaiser. So kam beispielsweise eine der ersten Szenen als letztes in den Kasten.

Dieses Durcheinander an Filmchen bedeutet, dass auch in die Postproduktion noch einmal viel Zeit fließen wird. Ton, Musik, Logo – das alles muss noch eingearbeitet werden. Mit etwa 30 Stunden rechnet Kaiser dafür. Dann werden 45 Sekunden Werbespot fertig sein.

N-Land Andrea Pitsch
Andrea Pitsch