Regatta am Happurger Stausee

„Opti-Wichtel“ war heiß begehrt

Veronika Oschmann und Anton Hackler (beide SC Hersbruck) im Wendeduell auf der Kreuz. | Foto: privat2018/08/Optiwichtel_18_01.jpeg

HAPPURG – Der „Opti-Wichtel“, die offene Ranglistenregatta für Kinder und Jugendliche in der Bootsklasse Optimist, und der Lauf zur Optiliga Franken haben zahlreiche Jugendsegler aus Nordbayern an das Stammrevier des Segelclubs Hersbruck, den Happurger Stausee, gezogen.

Im vergangenen Jahr blieb der Pokal durch den Sieg von Luca Rosin beim Segelclub Hersbruck. Allerdings gelang es den Seglern und Seglerinnen des SCH heuer nicht, den Vorjahressieg zu wiederholen – zu groß war die Dominanz der Segelgemeinschaft Erlangen. Neben der erfahrenen Hannah Hacker nahmen Anton Hackler, Paula Hecking und Veronika Oschmann das erste Mal für Hersbruck an einer Ranglistenregatta teil.

Windstärken bis zu vier Beaufort und vier Wertungsläufe brachten so manche Starter an ihre Grenzen. Insgesamt 26 Jugendliche aus Hersbruck, Nürnberg, Erlangen, Weißenburg, Schweinfurt und Schwandorf schickte Wettfahrtleiter Max Dürler auf die Regattabahn – so viele wie lange nicht mehr.

Dinis Gomes, Simon Kern und Finn Göken (alle Erlangen) kämpften von der ersten Wettfahrt an um den Sieg und belegten in dieser Reihenfolge auch die ersten drei Plätze in der Gesamtwertung, so dass die von SCH-Vorsitzendem Ferdinand Rosenbauer liebevoll gestaltete Trophäe nun ein Jahr am Dechsendorfer Weiher steht.

Erste „große“ Regatta für Hackler

Von den Hersbruckern segelte Hannah Hacker am konstantesten und lieferte sich mit Valentina Dörner vom Yachtclub Noris spannende Rennen. Am Ende lag sie nach den Einzelplatzierungen 17, 14, 13 und 15 auf dem 15. Platz vor Dörner. Ein großer Erfolg war der 17. Platz (15, 21, 13) von Anton Hackler, der seine erste „große“ Regatta fuhr und im ersten Lauf nach Tonnenberührung disqualifiziert wurde – eventuell wäre sonst eine noch bessere Platzierung möglich gewesen.

Veronika Oschmann und Paula Hecking – beide ebenfalls Regattaneulinge mit dem Ziel „nicht Letzte werden“ – fuhren wegen des böigen Windes nur jeweils drei Wettfahrten mit. Beide steigerten sich im letzten Lauf und belegten nach den Einzelplatzierungen 20, 24 und 17 (Oschmann) sowie 24, 26 und 19 (Hecking) in der Gesamtwertung die Plätze 22 und 25.

Fünf Kinder am Start

Beim dritten Lauf zur Optiliga Franken, einer Regattaserie nach dem Vorbild der Segelbundesliga, jedoch speziell als Einsteigerformat für Kinder entwickelt, gingen fünf Kinder vom SCH unter der Wettfahrtleitung von Carsten Porzler an den Start. Auch hier wehte der Wind zum Teil in Stärke 3, ließ zwischendurch aber gelegentlich nach.

Bei einem Startfeld von 15 Booten setzte sich Paula Klein vom Yachtclub Noris souverän durch und errang den Tagessieg. Bester Hersbrucker war Anton Hackler auf Platz fünf, gefolgt von der punktgleichen Veronika Oschmann. Mit einem Rundenpunkt mehr segelte Paula Hecking auf den achten Platz. Philipp Hackler erreichte in seiner ersten Regatta Platz zehn, Andreas Hacker wurde Zwölfter. Beide segelten jedoch nicht alle Läufe mit. Weil bei diesem Regattaformat jedoch das Dabeisein alles ist, konnten sich am Ende alle Teilnehmer als Sieger fühlen.
Insgesamt hat sich bei beiden Regatten wieder gezeigt, dass der Happurger Stausee ein attraktives Segelrevier ist und der Segelclub Hersbruck ein Verein mit vielen aktiven Mitgliedern, die mit viel Engagement jährlich mehrere Wettkämpfe organisieren.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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