Jubiläumsregatta Segelclub Hersbruck

50 Jahre, 50 Segler

Enge Manöver: An den Bahnmarken gingen die Teilnehmer der Jubiläumsregatta auf „Tuchfühlung“. | Foto: privat2017/07/8236503.jpeg

HAPPURG – Nachdem alle die Feierlichkeiten der Vortage halbwegs gut überstanden hatten, haben sich die Mitglieder des Segelclubs Hersbruck zum Abschluss ihres Festwochenendes zum 50-jährigen Bestehen zur Jubiläumsregatta „ 50 Jahre – 50 Boote!“ getroffen.

Lag es am etwas kühleren Wetter und der laufenden Saison, dass nicht alle einheimischen und kaum auswärtige Segler angetreten waren – und so das ambitionierte Ziel, 50 Boote auf den Stausee zu bekommen, verfehlt wurde? Immerhin hatten sich doch genau 50 SeglerInnen auf 32 Booten angemeldet, um in den verschiedensten Bootsklassen in der Yardstick-Wertung gegeneinander anzutreten. Und somit durfte der Jubiläumsverein dennoch einen Melderekord für seine Sommerregatta verzeichnen.

Bei mäßigen Böen bis Windstärke 4 Beaufort aus westlichen Richtungen setzte sich in der ersten Wettfahrt durch einen guten Start der sehr erfahrene Philipp Ullherr in seinem Finn-Dinghy recht schnell vom Feld ab. Gefolgt von den Geschwistern Lukas (D-zero) und Lea Rosenbauer (Laser), jeweils auf einem Ein-Hand-Boot. Dahinter kämpften die ebenfalls schnellen Korsare mit Carsten Porzler/Tara Porzler, Ferdinand Rosenbauer/Karsten Krebs und Elmar Friedrich (D-zero) vom Württembergischen Yachtclub Friedrichshafen um die weiteren Plätze. Auch Stefan Röttcher und Wolfgang Schick auf der neu erworbenen RS 400 mischten noch kräftig mit. Das restliche Feld zog sich aufgrund der sehr unterschiedlichen Boots-Geschwindigkeiten schnell auseinander.

Ullherr gewann auch nach berechneter Zeit nach drei Runden diesen Lauf. Zweiter wurde der nach längerer Segelpause stark agierende Lukas Rosenbauer vor seiner Schwester Lea, weil der bis dahin vor ihnen liegende Elmar Friedrich durch einen taktischen Fehler deutlich zurückfiel. Bei den Optis, die eine eigene Wertung segelten, siegte Jan Porzler.

Spannende Wendeduelle
Beim zweiten Lauf war das Feld deutlich näher beieinander, die Korsare waren – mit insgesamt fünf Booten neben den Congern stärkste Klasse – alle mit vorne dabei.
An der Spitze gab es einen engen Wettkampf zwischen Ullherr und Friedrich um jeden Meter zur nächsten Bahnmarke, dahinter lag wieder das Geschwisterpaar Rosenbauer. Bei den ortstypischen, zum Teil erheblichen Winddrehern gab es spannende Wendeduelle auf den Kreuzkursen.

Das Ergebnis im zweiten Lauf lautete schließlich Ullherr vor Friedrich, gefolgt von Lukas und Lea Rosenbauer vor Porzler/Porzler und Ullherr/Krämer.
In der Gesamtwertung siegte am Ende souverän Phillipp Ullherr (1./1. ) vor Lukas ( 2./3. ) und Lea Rosenbauer (3./4.). Als bestes Zwei-Mann-Boot belegten Michael Ullherr/Karin Krämer (7./6.) im Korsar Platz fünf vor Porzler/Porzler und Röttcher/Schick. Der beste Conger wurde von Günther und Irene Engelhardt auf Platz zwölf gesteuert. Der älteste Teilnehmer Peter Zaunseder kam ebenfalls im Conger auf Platz 16. Erfreulich auch die 17 teilnehmenden Jugendsegler, die so rund ein Drittel aller Starter ausmachten. Bei den Optis gelang Jan Porzler erneut der Sieg vor Hannah Hacker.

Kommenden Samstag und Sonntag geht es bereits weiter mit der Opti-Wichtel-Regatta der Opti-B-Segler, bevor dann Ende Juli die Prüfung zum Sportbootführerschein binnen ansteht.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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