Massen wollten Gaudiwurm sehen

40. Auflage des Happurger Faschingszuges

Die Feuerwehr fuhr auf dem berüchtigten Seeräuberschiff Flying Dutchman durch Happurg. | Foto: J. Ruppert2017/02/7914439.jpeg

HAPPURG – Das Piratenschiff „Flying Dutchman“ war nur einer von vielen Hinguckern beim Faschingszug: Tausende sind am gestrigen Sonntag nach Happurg gepilgert und sind mit dem schönsten Gaudiwurm in der nun 40-jährigen Geschichte des Events belohnt worden.

Vier Böllerschüsse sorgten für einen lauten und stilvollen Auftakt. Bis dahin hatten die Zuschauermassen schon für ein Verkehrschaos in, um und um Happurg herum gesorgt. Denn bei Traumwetter war die Veranstaltung das absolute Faschings-ausflugsziel Nummer eins.

An der Spitze marschierte eine temperamentvolle Sambagruppe. Die Künstler stahlen dem folgenden Elferrat mit Landrat Armin Kroder, Bürgermeister Bernd Bogner und seinem Vize Thomas Schmidt klar die Schau.

Nach dem Prinzenpaar Vanessa und Marco machten die Happurger Faschingsfreunde und ihre Gardemädchen die Straßen unsicher. Der Sportverein hatte eine Suffhansa mit dem Mile High Club bemannt. Besonderen Anklang fand die Hinsetzen- und dann zur Musik Aufstehen-und-Abtanzen-Nummer der Piloten und Stewardessen.

Die Asylbewerber beteiligten sich unter dem Motto „Happurg ist bunt“. Aus Gotzenberg stammte als späte Hommage an Harry Potter der Hogwarts-Express. Die Geschenke der Gruppe Evi Garner/Claudia Roth passten ausgezeichnet zum Jubiläum. Müllmänner aus Hennerfeld, 101 Dalmatiner der flotten Motten, ein Barockfußvolk, Weather Girls, Trolle, Geburtstags-Sweeties und Pfaue marschierten ausgelassen durch den Ort.

Eine kurze Zwischenstation machten alle am Sparkasseneck, wo sich die größte Menschenmenge versammelt hatte. Von den Wagen regnete es Bonbons und Spielsachen. Manch einer hielt seinen Regenschirm einfach umgekehrt in die Höhe und sammelte fleißig. Die Kirwaboum hatten einen Riesenaufbau auf ihrem Gefährt: eine halbe Goldgräberstadt. Die Houerstieder standen dem mit ihrer Königsburg aber kaum nach. Der FC Hersbruck schickte einen riesigen Bierkasten los. Währenddessen beteiligten sich die Stammtischler als Superhelden.

Für weitere Abwechslung sorgten die Nachteulen des HC Hersbruck, die Musikzüge der Happurger Feuerwehr und der Ammerthaler, die FG Närrschbruckia, die Motorradclub-Prinzessinnen, die skibegeisterten Spitzingseefreunde, Horrorclowns aus Kainsbach, die Panzerknackerbande der Sparkasse, Gruppen aus See, Förrenbach mit Zirkus Firo-
talli statt Halligalli, Stöppach und Vorra. Die Rock’n Roller von Alfeld, die Alfalterzwerge, Schnitzelfans und andere komplettierten das bunte Treiben.

Großartiger Schluss- und Höhepunkt der langen Karawane durch den Ort war dann die Show auf dem Happurger Marktplatz. Dort hatten sich Massen versammelt und feierten mit einer Open-Air-Band einen rauschenden Kehraus.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert
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