Zwei Millionen Euro Kosten

Gemeinde Schwaig saniert ihr Hallen- und Freibad

Der Eingangsbereich des Schwaiger Bades „Pegnitz-Aue“ mit dem ebenfalls sanierungsbedürftigen Schriftzug. | Foto: Brinek2017/12/hallenbad-schwaig-sanierung-bri.jpg

SCHWAIG — Das Hallen- und Freibad „Pegnitzaue“ in Schwaig muss dringend saniert werden. Rund zwei Millionen Euro wird die Maßnahme die Gemeinde wohl kosten. Die Arbeiten sollen Mitte 2018 beginnen und bis Mai 2019 dauern. Während dieser Zeit bleibt das 40 Jahre alte Bad geschlossen. Einstimmig beschloss der Schwaiger Gemeinderat in dieser Woche dieses Vorgehen.

Das Problem dabei ist auch, dass die Schäden erst nach Beginn der Bauarbeiten in vollem Umfang sichtbar werden. Erst dann könne man auch die Kosten für die Sanierung genauer benennen. Trotzdem hat sich das Architekturbüro Lindig + Höfer auf diesen vom Rat akzeptierten Kostenrahmen festgelegt.

Bereits zum dritten Mal befasste sich der Schwaiger Gemeinderat mit der Generalsanierung der „Pegnitzaue“. Am Vortag der Sitzung fand eine Begehung statt, bei der die Räte sich selbst ein Bild vom Ausmaß der Schäden machen konnten. Erläutert wurden dabei auch die vorgesehenen Maßnahmen.

Neben der Sanierung des Umkleidebereichs mit Erneuerung aller Wand- und Bodenfliesen und der abgehängten Decke sowie der Beleuchtungseinrichtungen sollen unter anderem der Einbau eines Erste-Hilfe-Raumes und die Erweiterung des Putzraumes erfolgen. Außerdem werden die Zugänge zum Badebereich verlegt und je ein zusätzliches WC für Damen und Herren eingebaut. Allein die Renovierungskosten für diesen Bereich wurden auf 815. 000 Euro geschätzt.

Im Beckenbereich sollen die abgehängten Decken als Schallschutzdecken im Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich modernisiert werden. Ebenfalls geplant ist die Erneuerung der Wand- und Bodenfliesen im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken sowie der Bodenfliesen der Beckenumgänge und der Wandbeläge zu den Umkleiden hin.

Der Austausch der Glaswände und der Stahlstützenfüße der Glasfassade schlagen ebenso zu Buche wie die Wiederherstellung der Wärmebänke. Insgesamt wurden die Kosten für die Renovierungsarbeiten im Beckenbereich mit 650. 000 Euro veranschlagt.

Sanierung auch außen

Auch im Außenbereich, beim Kiosk und beim ehemaligen Saunahof, werden Instandsetzungsmaßnahmen notwendig. Neben der Sanierung des Daches und der Erneuerung des Bodenbelags soll der ehemalige Saunahof als Garten bis hin zum Außenbereich des Bades neu gestaltet werden, wofür insgesamt Kosten von 190 .000 Euro errechnet wurden.

Ein großer Posten im Sanierungskonzept werden außerdem die Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung und die Gestaltung von Fluchtwegen sein. Die Kosten hierfür wurden mit etwa 145 .000 Euro angegeben.
Ergänzend dazu müssen die haus­technischen Anlagen auf Vordermann gebracht werden, sodass insgesamt von einem Kostenrahmen von etwa zwei Millionen Euro ausgegangen wird.

Abriss droht

In der Sitzung äußerten einige Räte, insbesondere aus der Fraktion der CSU, Bedenken, ob denn wirklich alles saniert werden müsse. Architekt Peter Lindig gab zu bedenken, dass über 40 Jahre lang nur die nötigsten Reparaturen vollzogen wurden. Er war der Meinung, dass das Bad über kurz oder lang abgerissen werden müsse, wenn nicht bald etwas Grundlegendes geschehe.

Auch sei noch immer ein Restrisiko beim Schadensumfang gegeben, da man manche Schäden erst beim Entfernen der Deckenverkleidungen oder der Ummantelungen erkennen könne. An einige Stellen, wie einbetonierten oder unter dem Becken liegenden Leitungen, komme man einfach nicht mehr „ran“. Eine Sanierung dort sei deshalb auch ausgeschlossen, da müssten dann neue Leitungen verlegt werden. Der Architekt betonte aber, dass nur dort, wo Schäden sichtbar sind, auch saniert werde. Es komme seiner Meinung nach nun auch darauf an, die Sanierung für eine zeitgemäße Neugestaltung des Bades zu nutzen und es auch gestalterisch für die Besucher aufzuwerten. Diesem Vorschlag stimmten die Räte einstimmig zu.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek