Laufer Baseballer beenden Saison mit drei Siegen

Für Wölfe gilt nach letztem Spiel das ,Prinzip Hoffnung‘

Johannes Bassfeld von den Laufer Wölfen erfüllte sich mit einem „No-Hitter“ den Traum jedes Werfers vom perfekten Spiel. Um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga müssen die Laufer aber noch bangen.2017/08/Baseball-Finale.jpg

LAUF — Am letzten Spieltag in der 2. Bundesliga Süd-Ost standen für die Baseballherren der Laufer Raiffeisen Wölfe wegen eines Nachholspieltags gleich vier Spiele auf dem Programm. Ob es für den Klassenerhalt gereicht hat, wissen die Laufer trotz drei Siegen in diesen vier Partien noch nicht. Sie müssen nun warten, bis am 3. September die letzten Liga-Spiele abgeschlossen sind.

Extraschicht zum Saisonausklang für die Laufer Wölfe: Zunächst zwei Spiele zu Hause gegen den Tabellenletzten Fürth Pirates; dann ein weiterer „Doubleheader“ tags darauf gegen den Zweiten in Gauting. Und an beiden Tagen ging es um nichts anderes, als sich in eine möglichst gute Ausgangsposition im Abstiegskampf zu bringen. Dies gelang den Baseballern des TV 1877 Lauf eindrucksvoll. Fürth wurde mit 10:0 und 5:2 geschlagen. Gegen Gauting drehten die Wölfe kurz vor Ende einen Rückstand und gewannen mit 13:11. Damit wurde der Klassenerhalt aller Voraussicht nach geschafft. Für einen weiteren Sieg und damit die vorzeitige Gewissheit, nächstes Jahr wieder in der 2. Bundesliga an den Start zu gehen, fehlten dann aber die Kräfte.

Bassfeld mit Traumergebnis

Gleich zu Beginn sorgte Laufs Werfer Johannes Bassfeld für den Höhepunkt dieses baseballreichen Wochenendes. Ihm gelang, was nur wenige Pitcher in ihrer Karriere schaffen. Er warf über die verkürzte Spielzeit von sieben Innings einen „No-Hitter“, also ein nahezu perfektes Spiel. Nur ein Schlagmann der Fürther erreichte durch einen Fehler der Verteidigung überhaupt das erste Base und wurde dort postwendend von Johannes Bassfeld ausgemacht.

Sonst war für die Fürther Offensive nichts zu holen. Zehn Schlagleute wurden zudem per Strike Out auf die Bank zurückgeschickt. In der Offensive der Wölfe platzte im fünften Inning der Knoten, als Nils Schmidt bei Bases Loaded den Ball tief ins Centerfield schlug, drei Punkte zur 5:0-Führung ins Ziel brachte und selbst ein Triple erlaufen konnte. Im siebten Durchgang machte Joe Germaine mit einem weiteren Triple, der die Punkte neun und zehn über die Homeplate brachte, den Sack zu. Beim Stand von 10:0 wurde dann das Spiel zu Gunsten der Wölfe beendet.

Im zweiten Spiel machte Richard Philippi seinen zweiten Start für die Laufer Wölfe. Der US-Amerikaner konnte sich dabei ganz auf seine Verteidigung verlassen. Im ersten Inning spielten Shortstop Joe Gemaine und Second Baseman Georg Fuchs eins von insgesamt drei Double Plays des Wochenendes. Im Gegenzug schlug Georg Fuchs mit einem Double entlang der Leftfieldline Joe Germaine und Johannes Bassfeld, die mit Walk und Hit by Pitch auf Base gekommen waren, zur 2:0-Führung nach Hause.

Im vierten Inning legte sein Middle-Infield-Partner, Joe Germaine, mit einem Double und zwei RBI nach und brachte die Raiffeisen Wölfe endgültig gegen den stark werfenden holländischen Werfer Joep Meulendijks auf die Siegerstraße. Richard Philippi konnte sich nach Schwierigkeiten im zweiten und dritten Inning wieder fangen und das Spiel sicher zu Ende bringen. Mit 5:2 war damit der zweite Sieg des Wochenendes unter Dach und Fach.

Neuer Tag, neues Glück

Mit dem Schwung dieser beiden Siege fuhren die Wölfe am nächsten Tag nach Gauting – und machten weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten. Nach zwei Innings lagen die Laufer bereits mit 5:2 in Front. Im dritten Inning drehten die Gauting Indians jedoch das Spiel und gingen mit 7:5 in Führung. Für Starting Pitcher Matthias Weydenhammer übernahm nun Dominik Leipold den Werferhügel und beendete das Inning mit einem spektakulären Double Play, bei dem er nach einem Aus am ersten Base noch einen Runner an der Homeplate auswarf.

Auf Dominik Leipold folgten im weiteren Spielverlauf Lukas Smolka und erneut Johannes Bassfeld als Pitcher und beendeten das Spiel mit vereinten Kräften. In der Offensive bäumten sich die Wölfe beim Stand von 6:9 gemeinsam auf und drehten mit sieben Punkten im achten Inning das Spiel. Philipp Weydenhammer startete das Inning mit einem tiefen Double. Es folgten Joe Germaine mit einem Hit by Pitch, Johannes Bassfeld mit einem Error und Georg Fuchs mit einem weiteren Hit by Pitch auf Base.

Bei Bases Loaded wartete Einwechselspieler Johannes Toth auf seinen Pitch und schlug diesen zur 10:9-Führung an den Outfieldzaun. Ihm folgte Spielertrainer Jonas Buchholz, der ebenfalls genau Maß nahm und den Ball zum Two-Run-Homerun über den Zaun im Leftfield beförderte. Durch einen weiteren Schlag überquerte außerdem Dominik Leipold zum zwischenzeitlichen 13:9 die Homeplate.

Nach Sieg fiel Spannung ab

Im direkten Gegenzug mussten die Raiffeisen Wölfe zwar zwei Punkte der Indians hinnehmen. Am Ende reichte der Vorsprung jedoch aus, um den dritten Sieg des Wochenendes zu feiern. Durch diesen Triumph haben die Laufer nun vier Siege Vorsprung auf die Abstiegsränge und damit den Klassenerhalt nahezu in trockenen Tüchern.

Damit fiel bei allen Beteiligten die Anspannung ab. Dies gepaart mit bereits drei Spielen in den Knochen führte bei den Raiffeisen Wölfen im zweiten Spiel gegen die Gauting Indians zu einigen Ungenauigkeiten und Fehlern, was schließlich in die 4:10-Niederlage mündete. Für die Laufer hatte Joe Germaine seinen ersten Einsatz als Pitcher in dieser Saison. Er warf fünf Innings und nur einer der fünf zugelassenen Punkte wurde ihm zugeschrieben. Für ihn übernahm Nachwuchsspieler Nils Schmidt und konnte wichtige Spielpraxis erlangen. Insgesamt konnte Trainer Jonas Buchholz das ganze Wochenende über auf einen großen Kader zurückgreifen und insgesamt 16 Spieler einsetzen, was gerade im Hinblick auf die neue Saison ein gutes Zeichen ist.

Endplatzierung noch unsicher

Mit einer Bilanz von vierzehn Siegen und achtzehn Niederlagen stehen die Wölfe damit auf Platz sieben. Da sie als einzige Mannschaft bereits alle Spiele absolviert haben, bleibt abzuwarten, auf welchem Platz sie die Saison endgültig beenden werden. „Für den Klassenerhalt sollte es zumindest gereicht haben“, so Abteilungsleiter Johannes Bassfeld.

N-Land Pegnitz-Zeitung
Pegnitz-Zeitung