Fußball Bezirksliga Nord:

Frühe Führung und Überzahl reichen nicht zum Sieg

Der SV Schwaig (links Christop Weber) besiegte bereits am Freitagabend den ASV Zirndorf.Foto: Zink2017/10/SV-Schwaig-Zirndorf-Weber-Fotozink.jpg

ERLANGEN/PEGNITZGRUND (lf) — Die Spielvereinigung Hüttenbach veliert das Spitzenspiel der Bezirksoberliga Nord mit 1:3 gegen den FC Herzogenaurach. Alle drei anderen Pegnitzgrund-Teams konnten ihre Spiele gewinnen. Minimalistisch mit jeweils 1:0 siegten Lauf, Schwaig und Hersbruck.

SpVgg Hüttenbach – FC Herzogenaurach 1:3 (1:2) – Im Spitzenspiel konnte sich Tabellenführer Herzogenaurach bei Verfolger Hüttenbach mit 1:3 durchsetzen. Vor 220 Zuschauern ging Hüttenbach in der ersten Minute in Führung. Ein Eckball fand Grüner am langen Pfosten und dieser drückte das Leder über die Linie. Die frühe Führung brachte Schwung für Hüttenbach und die Gastgeber spielten mutig weiter. Herzogenaurach behielt jedoch die Nerven und stand fortan gut geordnet. Mit zunehmender Spieldauer unterbanden die Gäste Hüttenbachs Angriffsversuche immer früher und setzten selbst erste Akzente nach vorne. In Minute 15 wirkte SpVgg Keeper Hartmann etwas zögerlich und so konnte sich Stübing zum 1:1 durchsetzen. In dieser Phase fand Hüttenbach zu wenig Entlastung und sieben Minuten später ging Herzogenaurach in Führung. Die Hereingabe von der Außenbahn fand Karches und dieser schloss ab. Mit dem Rückstand ordnete sich Hüttenbach wieder besser und hielt die Begegnung bis zur Pause offen.
In der zweiten Halbzeit gelang den Platzherren kein Blitzstart wie in der ersten. Herzogenaurach verteidigt bissig und ließ Hüttenbach keine Chance sich zu entfalten. Etwas zu bissig nahm Reinhardt es in der 60. Minute. Ohne Chance auf den Ball Grätschte er den oft gefoulten Matthias Gruner um und sah dafür direkt die rote Karte. Durch die Überzahl schöpfte Hüttenbach erneut Hoffnung gegen einen starken Gegner, Herzogenaurach zeigte jedoch seine ganze Klasse in Person von Amling und markierte das 1:3 kurz nach dem Platzverweis. Amling zog nach einem Ballgewinn aus 30 Metern ab und überlistete Hartmann. Um eine Schlussoffensive waren die Gastgeber zwar bemüht, Herzogenaurach erlaubte sich aber kaum Fehler und feiert somit einen verdienten Auswärtssieg.
Tore: 1:0 (1.) Grüner; 1:1 (15.) Stübing; 1:2 (22.) Karches; 1:3 (64.) Amling Rote Karte: Reinhardt (60./Herzogenaurach/Grobes Foulspiel) SR: Sebastian Nemetz Zuschauer: 220

SK Lauf – SG 83 Nürnberg/Fürth 1:0 (0:0)– Der SK Lauf feiert einen knappen aber verdienten Heimsieg gegen die vom Abstieg bedrohten Nürnberger Gäste. Die SG war von Anfang an um eine sichere Abwehr bemüht und setzte Lauf im Spielaufbau nur wenig unter Druck. Gegen die dicht gestaffelten Gäste fand Lauf jedoch kein Mittel und vor dem Strafraum war meist Endstation. Die größte Gefahr brachte ein Freistoß in den Strafstoß, den Daniel Rothhaar erreichte und verwandelte. Der Torjubel verstummte aber rasch, denn Schiedsrichter Sinne hatte ein Foulspiel erkannt und pfiff den Treffer zurück.
In der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein ähnliches Bild. Lauf dominant aber ungefährlich. Ein Freistoß brachte aber trotzdem die Führung. Nürnbergs Mauer war schlecht gestellt und Cittadini konnte den Ball mit seinem linken Fuß um die Mauer ins kurze Eck schlenzen. Jetzt veränderte sich das Spiel, Nürnberg rannte an. Lauf erlaubte sich zwar ein paar Unsicherheiten gegen offensivere Gäste, grobe Schnitzer blieben jedoch aus und Lauf behält die drei Punkte zu Hause.
Tore: 1:0 (52.) Cittadini SR: Christian Sinne Zuschauer: 50

SV Schwaig – ASV Zirndorf 1:0 (0:0) — Das Freitagabend-Spiel des SV Schwaig war lange eine enge Partie; eigentlich ein klassisches Null-zu-Null-Spiel. Im ersten Durchgang hatten die Gäste die erste und letztlich auch einzige hochkarätige Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Nach gut zehn Minuten war der Zirndorfer Tobias Hermann in der Spitze freigespielt worden. Er scheiterte mit seinem Schuss allerdings an Schwaigs Keeper Diego Henschel, nachdem der Winkel zu spitz geworden war. Die folgende Ecke brachte nichts ein und bis zu Halbzeitpause verlief die Partie völlig unspekatkulär.
Nach dem Pausentee erarbeitete sich die Heimelf mehr Spielanteile. Es dauerte aber bis zur 60 Minute, ehe auch Schwaig eine dicke Torchance verzeichnen konnte. Nach einem Freistoß hatte SVS-Kapitän Fabian Waldmann aber das Visier nicht richtig eingestellt und traf aus kurzer Distanz nur die Latte. Ebenfalls zu ungenau agierte auf der Gegenseite gut fünf Minuten später dann Christoph Vornehm. Sein Schuss von der Strafraumgrenze wurde deshalb eine leichte Beute für Keeper Henschel. Die wegweisende Änderung war dann ein Doppelwechsel auf Schwaiger Seite. Trainer Helmut Rahner nahm die mit gelb vorbelasteten Akteure Martin von Vopelius und Matthias Josef vom Feld; für sie brachte er Alexander Mrkos und Marco Marciano. Mit dieser Personalie bewies „Alu“ Rahner den richtigen Riecher, denn der eingewechselte Marciano drückte gut zehn Minuten später nach einer Flanke das Leder aus kurzer Distanz doch noch über die Linie (75.). Die Zirndorfer, die es zuvor verstanden hatten, den SVS zumeist vom eigenen Tor fernzuhalten, wussten mit ihren wenigen Torchancen bis zum Schlusspfiff nichts anzufangen und gingen so als Verlierer vom Feld.
Tore: 1:0 (75.) Marciano. Schiedsrichter: Tobias Müller (1. FC Herzogenaurach). Zuschauer: 100.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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