Überraschende Wende

Forth: Sondergebiet Einzelhandel vorerst auf Eis

Die Pläne für ein Sondergebiet Einzelhandel am Ortseingang von Forth sind vorerst vom Tisch. | Foto: PZ-Archiv/Krieger2017/07/gewerbegebiet-eckental-forth-neu-b2-umgehung-ik-2.jpg

ECKENTAL — Überraschende Wende: Die Pläne für ein Sondergebiet Einzelhandel am Ortseingang des Eckentaler Ortsteils Forth sind vorerst vom Tisch. Der Marktgemeinderat hat dem Antrag von vier Fraktionen zugestimmt, die in letzter Minute die Prüfung eines Alternativstandorts für einen Vollsortimenter im Bereich südlich der Stresemannstraße auf die Tagesordnung setzten.

Der Dringlichkeitsantrag, den SPD, Grüne, Freie Wähler (FW) und die beiden Unabhängigen, also die bei den Unabhängigen Bürgern Eckental (UBE) ausgetretenen Marktgemeinderäte, am Mittwochabend gemeinsam in die Sitzung einbrachten, sieht die Prüfung eines Standorts für einen einzelnen Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von rund 1600 Quadratmetern zwischen B2 und Goethestraße vor. Bis zum Entscheid, ob sich dieses Vorhaben realisieren lässt, wird der Aufstellungsbeschluss für das Sondergebiet Einzelhandel in Forth-Süd ausgesetzt.

Nach einer langen und emotional geführten Debatte stimmten 14 der 24 Marktgemeinderäte diesem Antrag zu. Bürgermeisterin Ilse Dölle und die UBE-Fraktion sowie die Mehrheit der CSU votierten dagegen. Martin Hofmann (ebenfalls CSU), der aufgrund persönlicher Betroffenheit nicht mit abstimmen durfte, verließ die Sitzung nach einer öffentlich verlesenen Erklärung.

Laut den Initiatoren gibt es für den Alternativstandort, der an der Staatsstraße von Mausgesees kommend links liegt, bereits einen möglichen Betreiber für einen Supermarkt. Zudem sollen die Besitzer der Grundstücke wohl Gesprächsbereitschaft für einen möglichen Verkauf signalisiert haben. Aus Sicht der Unterzeichner bietet der Standort viele Vorteile. Unter anderem wären auch die Ortsteile Oedhof und Lillinghof in die Versorgung eingebunden.

Die Pläne für das Sondergebiet Einzelhandel in Forth-Süd, für das in der Sitzung eigentlich der Aufstellungsbeschluss fallen sollte, hatten den Bau eines Vollsortimenters mit 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche, zwei kleinen Fachmärkten, weiterem Gewerbe sowie fünf Mehrfamilienhäusern mit 30 Wohnungen am Eingang von Forth vorgesehen. Dagegen gab es Widerstand. Zur Sitzung waren aber auch 700 Unterschriften von Befürwortern eingegangen. Nach Monaten der Diskussion ist nun wieder alles offen in Forth.

N-Land Isabel Krieger
Isabel Krieger