Polizei geht von Brandstiftung aus

Förderschule am Montag geschlossen

Das Feuer hat einzelne Räume stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Landratsamt geht von über 50.000 Euro Schaden aus.
Das Feuer hat einzelne Räume stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Landratsamt geht von über 50.000 Euro Schaden aus. | Foto: Fischer2019/02/brand-forderzentrum-feuerwehrleute-lauf-glimpel.jpg

LAUF — Auf mindestens 50 000 Euro schätzt das Landratsamt den Schaden nach dem Brand in der Richard-Glimpel-Schule am Donnerstagnachmittag in Lauf.

Weil die zwei Haupttoiletten des Förderzentrums aktuell nicht benutzbar sind, weil noch nicht geklärt ist, wie schädlich die Luft im Gebäude ist, und weil natürlich noch keine Reparaturarbeiten durchgeführt werden konnten, bleibt die Schule in der Daschstraße mit ihren aktuell 250 Schülern auch am Montag noch geschlossen. Wie es dann mit dem Unterricht weiter geht, soll Anfang nächster Woche mit Gutachtern und Baufachleuten geklärt werden.

Brandfahnder waren vor Ort

Die Kripo hat mit Brandfahndern ihre Ermittlungen in der Schule aufgenommen. Wie schon berichtet, besteht der dringende Verdacht auf Brandstiftung. Ergebnisse lagen bis Freitagabend noch nicht vor.

Kurz vor 15 Uhr hatte die Schulleitung am Donnerstag wegen Rauchs im Gebäude die Feuerwehr alarmiert und die 65 Schüler der Nachmittagsklassen evakuiert. Alles klappte dabei reibungslos, Personen wurden nicht verletzt. Die Feuerwehr konnte den Brand in der Toilette im Erdgeschoss schnell löschen.

Zweite Toilette in Mitleidenschaft gezogen

Wie sich bei den Ermittlungen später herausstellte, war das Feuer offensichtlich nur in diesem Jungenklo absichtlich gelegt worden. Über einen Lüftungskanal waren die heißen Rauchgase dann in die direkt darüber liegende zweite Toilette gezogen und hatten auch hier Schaden angerichtet.

Nach einer Notfall-Lehrerkonferenz trafen sich am Freitag Konrektorin Petra Ondrusek, Konrektor Peter Fuchs und der Hochbaureferent des Landrats­amts, Hartmus Hironimus, zu einer ersten Lagebesprechung. Jetzt müssen Fachleute der Versicherung den Schaden untersuchen und ein Gutachter Luft und Einrichtung auf Schadstoffe überprüfen. Weil erst dann die Räume freigegeben werden, kann es noch dauern, bis der Schulbetrieb wieder aufgenommen wird. Außerdem gibt es aktuell keinen Ersatz für die beiden Jungentoiletten.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel