Raiba-Weihnachten

Brandl, Blues und Bier

Felsenkellerfest in Fischbach

Auf langen Bänken bei Bier und Bratwurst den Songs von Brandl, Schmitt und Förtsch lauschen: So lässt es sich leben. | Foto: Hornung2017/06/Fischbach-Felsenkellerfest-1.jpg

FISCHBACH – Schon von Weitem sind die Klänge der Brandl‘schen Bluesgitarre zu hören. Rechterhand zweigt ein Weg von der Pellergasse ab in den Wald. Über dem Pfad weist ein grünes Schild in den Bäumen den Weg zum Felsenkeller, wo heuer zum 29. Mal das Felsenkellerfest stattfindet, das auch in diesem Jahr wieder Jung und Alt im Wald zusammen kommen lässt.

Auf langen Bänken bei Bier und Bratwurst den Songs von Brandl, Schmitt und Förtsch lauschen: So lässt es sich leben. Der Nürnberger Musiker Klaus Brandl spielt seit Jahren auf dem kultigen und entspannten Fischbacher Stadtteilfest, so lange, „dass einige hier mich schon als Säugling oder Teenager erlebt haben dürften“, sagt er. Auch heuer wieder an seiner Seite: Chris Schmitt an der Bluesharp. Begleitet werden beide von Willi Förtsch am Piano.

Willi Förtsch (Piano), Klaus Brandl (Gitarre), Chris Schmitt (Bluesharp)2017/06/Fischbach-Felsenkellerfest-3-Kopie.jpg

It‘s gonna work out fine

Auch wenn die Musiker schon oft hier spielten, klingen die Songs – alles eigene Musik – nie gleich. „Wir finden die bei jedem Spielen neu“, sagt Chris Schmitt. „Blues kann man auf viele Arten machen. Hauptsache auf die zwei und die vier“, sagt Brandl und nicht wenige wippen zu „November is my spring“, „Devil Down“ oder „Nickel and Dime“ im Takt. Man glaubt diesen Musikern und ihrem Song „I think it‘s gonna work out really fine“. Magisch mutet der Ort in diesem Moment an, wenn der Klang der Instrumente das Stimmengemurmel der Besucher des Festes umspielt. Die Sonne wirft ihre Strahlen durch die Zweige des lichten Mischwalds. Der Bratwurstgrill dampft. Kinder toben auf den Felsen über dem alten Keller, der einst mit Eis aus dem Eisweiher, Lebensmitteln und Bier befüllt wurde. Auch heuer lagern dort Getränke, die Mitglieder des Bürgervereins Südost verkaufen.

Große Ereignisse

Eine Tafel neben dem Eingang verrät: „1662: Erste Erwähnung des Steinbruchs. 1665: Umbau zum Felsenkeller. 1988: Restaurierung durch den Bürgerverein Südost, Männergesangverein und Forstamt Feucht. 2013: 25. Feslenkellerfest.“ Nächstes Jahr steht das nächste Ereignis an: 30 Jahre Felsenkellerfest.

N-Land Julia Hornung
Julia Hornung