Fischbacher müssen nach Erlenbach

Der Nächste, bitte!

Doppelpack gegen Johannis: Wenn Philip Reif so weitermacht, entwickelt er sich noch zur internen Konkurrenz für TSV-Knipser Olly Lahr. | Foto: kk2018/04/DSC_1899.jpg
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FISCHBACH – Zack, das war der fünfte Karpfen-Streich! Nach dem SV Wacker, Gutenstetten-Steinachgrund, Eibach und Burgfarrnbach hat es jetzt am Donnerstagabend auch Johannis 88 erwischt. Mit einem deutlichen 4:1 überrollten die Fischbacher ihren Gegner aus dem Nürnberger Norden und müssten nun eigentlich gerüstet sein für die nächste schwere Bewährungsprobe, die Auswärtspartie am Sonntag beim Rangdritten Markt Erlbach.

Fünf Spiele, fünf Siege, plötzlich findet sich der einstige Abstiegkandidat TSV Fischbach mit Platz sieben im gesicherten Mittelfeld der Kreisliga Nürnberg wieder. Nach den Gründen für den kometenhaften Aufschwung der Karpfen muss man nicht lange suchen, bzw. man kann ihn eigentlich an einer Person festmachen: Trainer Manuel Bergmüller.

Das führt dazu, dass dem 42-jährigen Fußball-Lehrer mittlerweile fast schon magische Kräfte zugeschrieben werden. Allein durch Handauflegen könne er Lahme wieder zum Laufen bringen, erzählt man sich im Nürnberger Südosten.

Das weist Bergmüller mit der ihm angeborenen Bescheidenheit natürlich weit von sich. Vielmehr, findet er, sei seine Mannschaft in der Hinrunde nicht so schlecht gewesen und jetzt, wo sie von Erfolg zu Erfolg eilt, auch nicht so überragend, wie womöglich die Ergebnisse vermuten lassen.

Gerade spielerisch sei bei seinem Team noch viel Luft nach oben: „Gegen Eibach waren wir grottenschlecht, gegen Johannis waren wir nur noch schlecht. Wir steigern uns also langsam“, scherzt Bergmüller.

Doppelpack von Reif

Oliver Lahr brachte die Fischbacher nach 22 Minuten aus stark abseitsverdächtiger Position in Führung. Patrick Stehle hatte den Ausgleich auf dem Schlappen, brachte die Kugel aber nicht im Tor unter. Das rächte sich kurz vor der Pause, als Fischbach nach einem Fehler im Spielaufbau schnell umschaltete und Philip Reif am Ende auf 0:2 stellte. Damit war für den Turnerbund die Luft heraus.

Doch kurz nach dem Seitenwechsel stand Justin Fischer nach einer Ecke, die durch den Strafraum flog, goldrichtig und bugsierte das Spielgerät über die Linie. Der Anschlusstreffer gab der Wagner-Elf Aufwind und man drückte auf den Ausgleich. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite. Reif mit seinem zweiten Treffer stellte den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Fünf Minuten vor dem Ende entschied Janik Schellenberger die Partie dann endgültig.

In Markt Erlenbach werden die Trauben für die Fischbacher am Sonntag deutlich höher hängen. Die Elf von Spielertrainer Sebastian Kamberger ist ein starkes Kollektiv und alles andere als ein Lieblingsgener der Fischbacher. Im Hinspiel verloren sie zuhause mit 1:2 und auch das erneute Aufeinandertreffen löst bei Bergmüller und Co. keine voreilige Euphorie aus: „Von allen Mannschaften da oben sind die Erlbacher die Unberechenbarste.“

Trotzdem: Sollte den Fischbachern am Sonntag erneut gewinnen, hätten sie dann alle Teams aus den Top drei der Liga weggefrühstückt.

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann