Raiba-Weihnachten

Vorschau TSV Fischbach

Bergmüllers Mini-Comeback

Hat denkbar ungünstige Voraussetzungen für ein Comeback auf der Fischbacher Trainerbank: Manuel Bergmüller. | Foto: Zink2017/08/20150809_deutenbach_fischbach_mawi_005.jpg

FISCHBACH – Eigentlich müsste Manuel Bergmüller gerade vor Vorfreude platzen. Am Wochenende wird der ehemalige „Karpfen-Dompteur“ und jetzige Sportdirektor des TSV ein Kurz-Comeback auf der Fischbacher Trainerbank geben. Das Problem, warum sich Bergmüllers Vorfreuden doch eher in Grenzen hält, ist, dass ihm am Sonntag gleich neun Stammspieler inklusive sein Nachfolger Jan Kuderna verletzungs- oder urlaubsbedingt fehlen werden. Und das beim Titelaspiranten SV Poppenreuth. „Da kann man sich ja ausmalen, dass das keine sonderlich einfache Aufgabe wird“, so Bergmüller trocken.

Wie in alten Zeiten muss Bergmüller also personell mal wieder improvisieren, was ihm diesmal jedoch noch schwer fallen dürfte, da auch die zweite Mannschaft an diesem Wochenende in der A-Klasse ihren Ligabetrieb aufnimmt. „Es gibt schon schönere Zeitpunkte, um die Mannschaft wieder zu übernehmen“, gibt Bergmüller offen zu. Zudem hat er unter der Woche im Training festgestellt, dass seinen verbliebenen Spielern nach dem vermeidbaren Remis zum Auftakt gegen die SpVgg Nürnberg (2:2) und der darauf folgenden Heimklatsche gegen den gnadenlos guten Aufsteiger SV Gutenstetten (1:4) ein wenig „die geistige Frische“ fehlt.

Griff in die personelle Trickkiste

Da Jammern in diesem Fall aber nicht hilft, bleibt Bergmüller nichts anderes übrig, als in die personelle Trickkiste zu greifen: So könnte plötzlich ein Spieler auf dem Platz stehen, der sonst eher zwischen den Pfosten zuhause ist. Und wenn es hart auf hart kommt, hat Bergmüller sogar noch einen weiteren Tumpf in der Hinterhand, mit dem wohl niemand rechnen dürfte. Vielleicht wird sogar ein Ex-Karpfen reaktiviert, der seine Flossen eigentlich schon längst an den Nagel gehängt hat. Bergmüller will jedenfalls nichts unversucht lassen, vielleicht doch die Überraschung zu schaffen. Denn auch wenn es sich für ihn um ein einmaliges Intermezzo handelt, „verlieren kann ich immer noch nicht.“

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann