Neues Gerätehaus

Feuerwehr in Hüttenbach hat Richtfest gefeiert

Zum Richtspruch von Georg Strobel versammelten sich viele Interessierte, vor allem heimische Feuerwehrleute. | Foto: Kirchmayer2017/12/Richtfest-Georg-Strobel-Richtspruch-Feuerwehrhaus-Huttenbach.jpg

HÜTTENBACH — Es ist mit Kosten von rund 870 000 Euro eine Investition in die Zukunft: Der Rohbau des neuen Gerätehauses der Hüttenbacher Feuerwehr steht. Bis es eingeweiht werden kann, dürfte aber noch ein Jahr vergehen.

Drei Stellplätze für Fahrzeuge, Umkleiden, Duschen, Toiletten, eine Küche, ein Lager, ein Büro für den Kommandanten, ein Pflegeraum für Atemschutzgeräte und ein Jugendraum – das neue Gerätehaus lässt kaum einen Wunsch offen. Kein Wunder, dass viele der 35 aktiven Feuerwehrleute aus Hüttenbach voller Vorfreude zum Richtfest kamen, um den Rohbau schon einmal von innen und von außen zu begutachten.

Rund dreieinhalb Monate nach Beginn der Bauarbeiten sind die Räume zwar noch leer, aber die Ehrenamtlichen können sich schon einmal einen Eindruck davon verschaffen, wie ihr neues Zuhause einmal aussehen wird. Der Neubau sei „auf alle Fälle eine gute Sache“, freut sich Kommandant Jan Anders, der bisher beispielsweise noch nicht über ein Büro verfügte. Auch dass sich er und seine Kameraden nach Einsätzen bald im Gerätehaus duschen können und dafür nicht mehr nach Hause fahren müssen, sei praktisch. Anders freut sich besonders über den Raum für den Nachwuchs. „Unsere Jugendarbeit ist gut. Es ist schön, dass die Jugendlichen ihr eigenes Domizil bekommen.“ 15 junge Ehrenamtliche gibt es im Simmelsdorfer Ortsteil.

Drei Stellplätze bekommt die Gemeinde vom Freistaat gefördert, denn die Hüttenbacher Wehr verfügt über zwei Fahrzeuge und einen Geräteanhänger. Rund 200 000 Euro der etwa 870 000 Euro Gesamtkosten werden erstattet. Der Neubau rechnet sich, sagt Bürgermeister Perry Gumann. Eine im Herbst 2015 zunächst geplante Sanierung des alten Gebäudes hätte noch höhere Kosten verursacht und wäre nicht vom Freistaat gefördert worden, so der Bürgermeister.

Simmelsdorfs Bürgermeister Perry Gumann, Architekt Walter Reidinger, Zimmerermeister Georg Strobel, stellvertretender Kommandant Bernd Zitzmann, Kreisbrandmeister Jörg Leipold, Christian Zitzmann, der Vorsitzende der Hüttenbacher Feuerwehr sowie Kommandant Jan Anders begutachten den Rohbau des neuen Gerätehauses von innen. | Foto: Kirchmayer2017/12/Richtfest-Feuerwehrhaus-Huttenbach-innen-7.jpg

Die neue Fahrzeughalle bietet auch Platz, um Sandsäcke und Granulat zum Abbinden von ausgelaufenem Öl zu lagern, sagt Kommandant Anders. Bisher muss die Feuerwehr diese Materialien bei Einsätzen noch im Bauhof abholen. Die Fahrzeughalle ist nun auch groß genug für moderne Löschgruppenfahrzeuge. Das aktuelle Modell der Hüttenbacher Wehr, Baujahr 1993, dürfte in den kommenden Jahren ersetzt werden, spekuliert der Kommandant. Ein Nachfolger, unweigerlich größer als der bisherige 7,5-Tonner, hätte im alten Gebäude gar keinen Platz gefunden, so Anders.

Insgesamt stehen im neuen Gebäude mit 420 Quadratmetern Nutzfläche rund doppelt so viel Platz wie im alten Gerätehaus zur Verfügung. Nötig wird das unter anderem, weil es bei der Feuerwehr mittlerweile nicht mehr erlaubt ist, sich in der Fahrzeughalle umzuziehen. Wegen Bestandsschutz geht das nur noch in bereits existierenden Gebäuden, erklärt Architekt Norbert Thiel, Geschäftsführer des zuständigen Architekturbüros und zugleich Kreisbrandrat.

Gewerke im neuen Jahr

Nach dem Richtspruch des Zimmerermeisters Georg Strobel zogen die Feuerwehrleute weiter ins alte Gerätehaus, wo bei einem Richtschmaus auf das künftige Zuhause angestoßen wurde. In den kommenden Tagen kommen die Ziegel auf das Dach des Gebäudes. Die Gewerke folgen Anfang 2018, „sobald es die Witterung zulässt“, so Thiel. Das alte Gerätehaus erhält nach Abschluss der Arbeiten der Hüttenbacher Bauhof.

N-Land Andreas Kirchmayer
Andreas Kirchmayer