Vorletztes Heimspiel gegen Baiersdorf

Zietschs Wunsch: Mit zwei Siegen in die Pause

Einer der Dauerbrenner beim SC Feucht: Lujban Iviv (hier beim 3:2-Sieg in Baiersdorf) ist neben Andreas Sponsel und Michael Eckert einer von drei Spielern beim SC Feucht, die in bislang allen 18 Partien auf dem Platz standen. | Foto: kk2017/11/DSC_0509.jpg

FEUCHT – Nun ist es doch passiert. Am vergangenen Wochenende hat der bis dato ungeschlagene Spitzenreiter ATSV Erlangen sein erstes Spiel in dieser Saison verloren – und das ausgerechnet gegen den Mittelfeldklub SV Mitterteich. Für den SC Feucht kommt diese unerwartete Niederlage jedoch zu spät. Denn die Zeiten, als die Erlanger den Atem der Zeidler im Nacken spürten, sind schon länger vorbei. Mit drei Spielen und satten 17 Punkten mehr auf dem Konto ist der ATSV beinahe uneinholbar enteilt, so dass es für die Zietsch-Truppe in den letzten beiden Partien vor Weihnachten (Freitag um 19 Uhr gegen den Baiersdorfer SV und am 3. Dezember um 14 Uhr gegen die SpVgg Bayreuth II) eigentlich nur noch darum gehen kann, den Rückstand auf den Relegationsplatz zwei nicht allzu groß werden zu lassen.

Auf dem Papier stehen die Chancen für die Mission „Doppel-Heimsieg“ gar nicht mal schlecht. Baiersdorf wie auch die Bayreuther Reserve gehören zu den Teams aus dem Tabellenkeller und haben gerade auswärts mit nur zwei, respektive drei Siegen noch nicht allzu viel zu Stande gebracht. Dagegen gehört der SC trotz drei Spielen weniger nach wie vor zu den heimstärksten Vereinen der Liga, hat zuhause ebenso viele Dreier eingefahren wie Spitzenreiter ATSV (neun Siege).

Das Problem ist allerdings, dass die Zeidler zuletzt gerade gegen die vermeintlich Kleinen oftmals nicht allzu viel mit sich anzufangen wussten und sich deshalb auch den ein oder anderen unnötigen Patzer erlaubten. So wie beim 1:3 in Sonnefeld am 16. und dem 1:3 bei der SpVgg Erlangen am 19. Spieltag.

Damjanovic wieder dabei

Ein Umstand, den Coach Rainer Zietsch natürlich nicht bestreiten will, ein grundsätzliches Problem sieht er aber nicht: „Da muss ich meinem Team zur Seite stehen, denn ich glaube nicht, dass wir solche Gegner generell auf die leichte Schulter nehmen. Wenn ich da Anzeichen bemerken würde, würde ich sofort von der Bank reagieren“

Vielmehr habe seine Elf gegen die „Spieli“ wirklich alles versucht, „aber an diesem Tag war irgendwie bei uns der Wurm drin und die Erlanger sind dann eben über sich hinausgewachsen“, erklärt Zietsch.

In Sonnefeld war er zwar persönlich nicht vor Ort, weiß aber aus Erzählungen seiner Co-Trainer, dass die Feuchter dort zumindest in der ersten Hälfte eine starke Auswärtsleistung abgeliefert hatten, dann aber mit dem Platzverweis für Dennis Damjanovic ein Bruch ins Feuchter Spiel kam, von dem sich die Mannschaft dann nicht mehr erholen konnte.

Muskelfaseriss bei Spielbühler

Da passt es gut, dass Rot-Sünder Damjanovic seine Vier-Spiele-Sperre nun endlich abgesessen hat und gegen Baiersdorf wieder eingreifen könnte – wahrscheinlich sogar muss. Der 18-Jährige soll Felix Spielbühler ersetzen, der sich beim 3:0 gegen Memmelsdorf einen Muskelfaserriss zugezogen hat und für den, wie Zietsch betont, „das Jahr 2017 nun vorzeitig beendet ist.“

Der Rest der Mannschaft muss dagegen – vorausgesetzt das Wetter spielt mit – noch zweimal ran und könnte in diesem beiden Heimspielen ihrem Trainer, der unter der Woche seinen 53. Geburtstag feierte, noch einen großen Wunsch erfüllen.

Nein, nicht die Rückeroberung des zweiten Rangs bis zur Winterpause – das ist rechnerisch leider nicht mehr möglich und muss aufs nächste Jahr verschoben werden. „Aber unser Ziel ist“, so betont Zietsch, „dass wir unsere gute Heimserie bis Weihnachten konservieren.“

So könnte der SC Feucht spielen: Sponsel – Eckert, Uwadia, Nikopoulos, Damjanovic – Linke, Ivic – Wessner, Christ, Schneider – König

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann