SC Feucht empfängt Mitabsteiger Frohnlach

Wiedersehen im Waldstadion

Ex-Bayernligisten unter sich: Beim 2:1-Heimsieg gegen Frohnlach im letzten September standen für Fatih Boynügrioglu (am Ball) und die restlichen Feuchter die Zeichen noch nicht auf Abstieg. | Foto: kk2017/08/DSC_5960.jpg

FEUCHT – Zwei Spiele haben dem SC Feucht vergangene Saison mehr oder weniger das Genick gebrochen: die Pleiten gegen den SV Erlenbach und den VfL Frohnlach. Ohne diese beiden unnötigen Rückrunden-Niederlagen gegen die bereits abgeschriebenen Kellerkinder hätte der Sportclub damals wohl den direkten Klassenerhalt geschafft und damit den Abstieg aus der Bayernliga vermieden. Zumindest mit dem VfL Frohnlach trifft man sich jetzt in der Landesliga Nord Ost wieder (Anpfiff: Freitag, 19 Uhr). Diesmal allerdings unter ganz anderen Voraussetzungen.

Beim VfL Frohnlach hat sich nicht viel verändert. Der Mitabsteiger hat auch eine Etage tiefer arge Probleme und steckt mit nur drei Punkten und Platz 17 bereits wieder tief im Tabellenkeller fest. Am vergangenen Wochenende hat der einstige Vorzeigeverein, der vor ein paar Jahren sogar eine Saison lang in der Regionalliga Bayern antreten durfte, seinen ersten Saisonsieg eingefahren. Ob das knappe 4:3 gegen den Baiersdorfer SV jedoch schon die Trendwende war, darf bezweifelt werden. Sechs Auftaktniederlagen sind eine schwere Hypothek und lange nicht die einzige, die den VfL aktuell belasten. Torhüter Philipp Pfister, der im Spiel der Landesliga Nordost am 12. August bei der SpVgg Selbitz mit Rot vom Platz gestellt worden ist, muss zwei Partien zuschauen. Das hat das Sportgericht Bayern am Dienstag entschieden. Der Keeper darf damit erst wieder im Heimspiel gegen den SV Friesen am 3. September eingesetzt werden. Darüber hinaus fehlt Vize-Kapitän Christopher Autsch nach wie vor aufgrund eines Syndesmoserisses.

Formkurve zeigt nach oben

Ganz anders dagegen die Feuchter. Die Zeidler haben zwar auch von Anfang an mit personellen Verwerfungen zu kämpfen, das und der gemeinsame Abstieg sind aber derzeit die einzigen Gemeinsamkeiten der beiden Traditionsvereine. Denn im Gegensatz zu den Oberfranken zeigt die Formkurve bei den Feuchtern seit dem 4. Spieltag steil nach oben. Fünf Siege in Folge ließen die Schützlinge von Trainer Rainer Zietsch bis auf Platz zwei (18 Punkte) vorstoßen und machen sie zum schärfsten Verfolger von Primus ATSV Erlangen. Trotzdem ist beim heutigen Heimspiel Vorsicht geboten. Dass die famose Feuchter Serie ausgerechnet gegen Frohnlach reißt, erwartet derzeit niemand im Waldstadion. Allerdings hatte in der letzten Saison auch niemand ernsthaft mit einer 0:3-Niederlage gegen das damalige Schlusslicht gerechnet. 

So könnte der SC Feucht spielen: Sponsel – Eckert, Uwadia, Nikopoulus, Wittmann – Ivic, Mandelkow – Wessner, Spielbühler, Kaya – König

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann