Spiel der Woche

„Über Klassenerhalt zu sprechen, ist Quatsch“

Torgefährlich sind sie, die Jungs vom Segersweg: Mit 41 Toren sind sie das treffsicherste Team der Liga. | Foto: kk2018/04/DSC_5234.jpg

FEUCHT – Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison spielt der TSV 04 Feucht in der Kreisklasse überraschend um den direkten Wiederaufstieg mit. Aktuell stehen die Feuchter auf dem dritten Platz. Mit 41 Treffern stellt der TSV zudem die beste Offensive der Liga. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr trifft die Mannschaft von Jan Völkel vor heimischer Kulisse auf den Tabellenzweiten, den SV Lauterhofen. Ein wahres Spitzenspiel. „Das wird sicher ein sehr ansehnliches Spiel. Beide Mannschaften wollen schönen Fußball spielen und haben die nötige Qualität dafür“, sagte TSV-Coach Völkel vor der Partie.

Lauterhofen steht mit 38 Zählern, einem Punkt mehr als der TSV, auf dem Relegationsplatz. An der Tabellenspitze thront Höhenberg mit 43 Punkten. Sie haben jedoch bereits drei Spiele mehr auf dem Buckel. Bei einem Sieg gegen Lauterhofen wäre für die Feuchter gar der erste Tabellenplatz realistisch. Diese Hoffnungen bestärkt auch die Formkurve der Feuchter, die mit einem Sieg im Topspiel ihren fünften Erfolg in Serie feiern könnten.

„Wollen ein Zeichen setzen“

Die Marschrichtung ist somit klar. „Wenn man Dritter ist, will man einen der beiden ersten Plätze erreichen. Wir haben die Chance und wollen diese ergreifen. Über Klassenerhalt zu sprechen, ist in dieser Saison logischerweise Quatsch“, sagte Völkel über die Ziele der restlichen Saison: „Mit einem Sieg wollen wir ein Zeichen setzen.“

Vor allem in der Defensive erwartet die Feuchter eine schwere Aufgabe. Im Spiel gegen Lauterhofen wird Fabian Scherer im Fokus stehen. Der 20-jährige, flinke Stürmer aus Lauterhofen netzte in dieser Saison bereits elfmal. Er legte neun weitere Treffer auf. Unterm Strich: 20 Torbeteiligungen in 15 Spielen. Liga-Bestwert.

„Er ist ein starker Stürmer. Sie sind allgemein eine gute, sehr junge Mannschaft mit einigen erfahrenen Führungsspielern“, sagte Völkel über den Gegner. Lauterhofen muss allerdings – zum Feuchter „Glück“ – auf seinen verletzten Kapitän Achim Meyer verzichten.

Doch auch die Feuchter treten dezimiert an: Stephan Löhr kassierte am vergangenen Wochenende in Wendelstein die Rote Karte und fehlt nun gesperrt.

„Er wird nur ein Spiel fehlen, aber es ist bitter, dass er ausgerechnet gegen Lauterhofen ausfällt. Wir haben im Sturm einige Alternativen. Löhr wird vermutlich entweder von Luca Bader oder Francesco Restino ersetzt.“

Feucht setzt auf die Jugend

Allgemein sind im Kader der Feuchter einige junge Spieler, die im vergangenen Jahr noch in der A-Jugend aktiv waren. Völkel erklärt, dass er mit der Entwicklung seiner neuen, jungen Spieler zufrieden sei. Sicherlich sei der Sprung in den Herrenbereich schwer gefallen. Vor allem der körperliche Unterschied habe den meisten Spieler zu Beginn Probleme bereitet.

Mittelstürmer Bader ist auch einer dieser Neulinge. „Das Spiel ist viel schneller. Die Verteidiger sind deutlich robuster und kräftiger. Außerdem lassen sie sich nicht so leicht austricksen“, erklärt Bader lachend, der sich gleichzeitig bei der Mannschaft bedankte: „Die anderen Jungs haben uns klasse aufgenommen und unterstützt. Wir haben von allen Seiten Tipps bekommen.“

Um den Traum vom Aufstieg weiterhin im Möglichen zu halten, dürfte der ein oder andere Tipp am Wochenende nötig sein, wenn Bader gegen Lauterhofen auf Torjagd geht.

Lukas Herold

N-Land Der Bote
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