Feucht reagiert auf Engpass

Suchmaschine für Kitaplätze

Die Software Little Bird soll Eltern helfen, einen Kitaplatz zu finden. | Foto: Fotolia2018/02/Feucht-Kita-Little-Bird-Fotolia.jpg

FEUCHT – Ab Herbst will der Markt Feucht das Programm Little Bird anbieten – eine Online-Suchmaschine für Kinder-Betreuungsplätze. Wie bei einer Hotel-Suchmaschine können suchende Eltern und Kindertagesstätten sowie Tagesmütter einfach und effizient zueinanderfinden. Der Sozial- und Kulturausschuss sprach sich bereits für die Anschaffung aus, nun steht nur noch die Zusage des Marktgemeinderates aus.

Seit August 2013 hat jedes Kind im Alter von zwölf Monaten Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Somit sind Kommunen in der Pflicht, genügend Betreuungsplätze für Kinder bereitzustellen und zu verwalten. Dennoch herrscht Kitaplatznot. Für viele Eltern ist die Suche nach einem Kitaplatz oder einer Tagesmutter langwierig und nervenaufreibend. Auch für die Kommunen und Träger ist es keine leichte Aufgabe, Übersicht über Angebot und Nachfrage zu behalten. Als Antwort für das gesellschaftliche Problem gründete Diplom-Betriebswirtin Antje Odrig eine Internetplattform für die Suche, Vergabe und Verwaltung von Kinderbetreuungsangeboten: Little Bird.

Anfrage per Mausklick

Little Bird besteht aus einer Verwaltungssoftware – für Betreuungsanbieter, Kommunen und andere Träger – und einem Online-Portal für Eltern. Auf zuverlässigen Zahlen basierend ermittelt Little Bird den Bedarf an Betreuungsplätzen im Einzugsgebiet der jeweiligen Kommune. Für die Kitaleiter vermindert der Serviceanbieter bürokratischen Aufwand und stellt alle Daten übesichtlich dar. Im Elternportal können sich Eltern einfach und unkompliziert über Betreuungseinrichtung, Trägerzugehörigkeit, Öffnungszeiten und pädagogisches Konzept der Betreuungsanbieter informieren. Nach dem Registrieren und Anmelden können sie nun auch Betreuungsanfragen an ihre Wunsch-Kita stellen – mehrere Anfragen gleichzeitig zu stellen ist auch möglich.

Wie eine Hotel-Suchmaschine

Das Portal funktioniert wie eine Hotelsuchmaschine: Die Eltern füllen eine Suchmaske mit Informationen wie Adresse und Alter des Kindes aus. Die Suchergebnisse werden dann auf einer interaktiven Karte als Symbole und in einer Liste in alphabetischer Reihenfolge angezeigt. Nun können sich die Eltern per Mausklick auf ein Symbol über die jeweilige Einrichtung informieren. Registriert man sich, kann man die Suche zusätzlich speichern und außerdem Betreuungsanfragen stellen. Der Betreuungsanbieter bekommt nun die persönlichen Daten des Interessenten und kann ihm zu- oder absagen. „Wir suchten eine Verbesserung bei der Übersicht über das Betreuungsangebot und den tatsächlichen Bedarf an Kitaplätzen in Feucht. Bei der Kreisverbandsversammlung wurde uns die Software Little Bird vorgestellt und damit haben wir eine Lösung gefunden“, sagt Florian Schmidt, am Hauptamt zuständig für den Bereich Jugend. Mithilfe des Programms weiß der Amtsleiter im Laufe des Jahres, wie viele Kinder sich für das nächste Jahr anmelden möchten und erkennt frühzeitig, wo Plätze frei sind oder wo welche fehlen. Alle Kinderbetreuungsangebote aus Feucht werden ein Profil bei Little Bird bekommen und für Eltern abrufbereit sein. Kitas außerhalb der Gemeinde werden nicht registriert. „Es hat gar keine Nachteile, für uns ist das ein Riesenvorteil“, freut sich Schmidt. Im September 2018 soll die Einführungszeit beginnen und ein halbes Jahr dauern.

Interessenten finden auf der Internetseite von Little Bird weitere Informationen: www.portal.little-bird.de.

Maria Mock

N-Land Der Bote
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