Raiba-Weihnachten

Feuchter empfangen Vorletzten SpVgg Bayreuth II

SC setzt auf die Eichhörnchen-Taktik

Beim Hinspiel in Bayreuth gingen die Feuchter gleich zweimal in Führung, konnten aber am Ende den Dreier nicht ins Ziel retten. | Foto: DB2017/11/20170722-41-spvgg-bth-ii-feucht-fuhrmann-yannick-ivic-ljuban-1.jpg-1.jpg

FEUCHT – Endspurt beim SC Feucht. Selten haben die Verantwortlichen des Sportclub aus der Zeidlergemeinde Weihnachten so herbeigesehnt wie in dieser Saison. Inklusive der heutigen Hausaufgabe gegen die SpVgg Bayreuth II (Anpfiff 19 Uhr) haben die Zietsch-Schützlinge in diesem Jahr noch vier Spiele vor der Brust. Und die haben es in sich. Denn Angesichts der katastrophalen personellen Situation („Die Mannschaft stellt sich von selbst auf“, O-Ton Trainer Rainer Zietsch) ist längst nicht mehr die Rückeroberung von Platz zwei das Ziel, sondern wie der SC-Coach betont: „Wir müssen schauen, dass wir irgendwie in die Winterpause kommen.“

Zietsch und Co. haben deshalb alle Aufstiegspläne – zumindest zeitweise – auf Eis gelegt und setzten stattdessen in den nächsten Wochen voll auf die Eichhörnchen-Taktik. „Wir müssen so viele Punkte wie möglich sammeln“, erklärt der Ex-Profi die neue Zielsetzung der Feuchter Resterampe. Erst wenn sich in der spielfreien Zeit das Lazarett wieder wie erhofft lichten sollte, die Langzeitverletzten zurückkehren und womöglich auch die ein oder andere Verstärkung den Weg nach Feucht findet, könne man rund ums Waldstadion wieder über andere Themen sprechen.

Kaya fällt langfristig aus

Dringend gebrauchen könnte Zietsch eine weitere Offensivkraft. „Aber das entscheide ich ja nicht alleine“, weiß er um die begrenzten Möglichkeiten des finanziell nicht gerade auf Rosen gebetteten Vereins. Andererseits zeigt die prekäre Kadersituation und nachdem nun auch noch Yaser Kaya langfristig mit einem Innenbandanriss ausfällt, dass Neuzugänge in der Transpherphase im Winter eigentlich unumgänglich sind.

An einen normalen Trainingsbetrieb ist jedenfalls gerade nicht zu denken. Zietsch verzichtet derzeit sogar ganz bewusst auf gewisse Spielformen, weil „man sonst Angst haben muss, dass sich jemand verletzt“, erklärt er nüchtern und fügt hinzu: „Wir haben im Moment einfach keine Möglichkeiten mehr.“ Weder in Sachen Aufstellung, noch um dann während des Spiels von der Bank aus reagieren zu können.

Bayreuth steckt tief im Keller

Der SpVgg Bayreuth II werden die Personalsorgen der Feuchter derweil herzlich egal sein. Denn die Oberfranken stecken noch viel tiefer im Schlamassel als ihr Gegner und brauchen dringend ein Erfolgserlebnis. Die kriselnden Oberfranken kämpfen als Tabellenvorletzter mit nur 15 Punkten ums Überleben und müssen nun bei der nach dem ATSV Erlangen immer noch zweitheimstärksten Mannschaft der Liga antreten.

So könnte der SC Feucht spielen: Sponsel – Eckert, Diesner, Linke, Wittmann – Spielbühler, Ivic, Christ, Gkenios – Wessner, König

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann