Raiba-Weihnachten

Feuchter beim Schlusslicht gefordert

SC-Coach Zietsch warnt vor Schlendrian

Im Hinspiel der entscheidende Mann beim SC Feucht: Mit dem Ausgleichstreffer sicherte Nico Wessner seinem Team im Spiel gegen die SpVgg Erlangen wenigstens einen Punkt. | Foto: kk2017/11/DSC_9567.jpg

FEUCHT – Viereinhalb Wochen war Rainer Zietsch in Indien, aber irgendwie wirkte es so, als wäre der SC-Coach nie weg gewesen. Denn nach nur einem gemeinsamen Training sicherte sich seine Elf letzten Freitag im schweren Derby gegen den SC Schwabach erneut drei wichtige Punkte, setzte ihre famose Erfolgsserie fort und geht nun bei Schlusslicht SpVgg Erlangen (Sonntag, 14 Uhr) natürlich als haushoher Favorit ins Rennen.

Wie es aber so ist in solch Situationen, in denen vorab eigentlich nur die Höhe des Sieges diskutiert wird – gerne schleicht sich mit dem Gefühl der Überlegenheit auch ein gewisser Schlendrian ein. Anzeichen dafür konnte Zietsch bei den Einheiten unter der Woche nicht erkennen, aber um auf Nummer sicher zu gehen, warnt er seine Mannschaft eindringlich davor, am Sonntag den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Aktuell habe ich keine Bedenken, dass die Jungs nicht die nötige Einstellung an den Tag legen werden. Aber wenn ich Anzeichen davon bemerken sollte, werde ich ganz schnell reagieren. Denn die Mannschaft weiß, dass ich in diesem Punkt sehr empfindlich bin.“

Hiobsbotschaften aus der Personalabteilung

Überhaupt nicht mehr empfindlich reagiert der Chefanweiser der Zeidler mittlerweile auf die Hiobsbotschaften aus der Feuchter Personalabteilung. Die verletzungsbedingte Rotation gehört in dieser Saison zum sportlichen Alltag beim SC, weshalb sich Zietsch über die bereits als sicher geltenden Ausfälle von Philip Mandelkow, Christopher Uwadia, Shahali Fatalili und Yaser Kaya keine allzu großen Gedanken macht.

Holpriger Start

Im Hinspiel am 2. Spieltag kamen die Feuchter über ein 1:1 nicht hinaus, allerdings konnten die SC-Bosse dieses Remis im Nachhinein unter der Rubrik „Startschwierigkeiten“ verbuchen. Denn danach kam der Sportclub bekanntlich mächtig ins Rollen und legte eine Serie von sieben Partien ohne Niederlage hin, die ihn vorübergehend bis auf Platz zwei der Tabelle katapultierte. Da wäre er vermutlich heute noch, wenn der SC nicht im Oktober wegen des WM-Trips seines Trainers zweimal ausgesetzt hätte und der TSV Buch so vorbeiziehen konnte.

Traurige Bilanz

Ganz anders dagegen die Entwicklung bei der SpVgg Erlangen. Die Bilanz des Aufsteigers liest sich grausam: Die letzten sechs Begegnungen verloren, nur drei Zähler aus den vergangenen zehn Partien – es ist keine Überraschung, dass die Erlanger seit dem letzten Spieltag das Tabellenende zieren. Das 1:5 gegen Baiersdorf fiel zwar zu hoch aus, dass es aber wieder keine Zähler gab für den Aufsteiger, ging in Ordnung. 

So könnte der SC Feucht spielen: Sponsel – Eckert, Nikopoulos, Lincke, Gkenios – Ivic, Diesner  – Wessner, Christ, Spielbühler – König

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann