Lustspiel-Aufführung des Zeidler- und Volkstrachtenvereins

Pfarrer gegen Bügermeister

Tochter Heidi und ihr Freund Udo, Irma Wimmer, Bürgermeister Kraxler, seine Frau Karin, Gemeinderat Xaver Wimmer (von links). | Foto: Wilcke2017/03/zeidler-theater1.jpg

FEUCHT – Mit „Der Entenkrieg“, einem Lustspiel in drei Akten von Walter G. Pfaus unter der Leitung von Winfried Ferber, bot die Theatergruppe unterhaltsame Stunden.

In der voll besetzten Reichswaldhalle konnte der 1. Vorstand des Zeidler- und Volkstrachtenvereins, Winfried Ferber, auch im Namen des Kulturkreises des Marktes Feucht, auch den dritten Bürgermeister Gerd Steuer begrüßen. Dieser bedankte sich am Ende für einen tollen Abend und ein großartiges Stück, das die Schauspieler mit viel Engagement auf die Bühne gebracht hatten. In den Dank schloss er auch die Tanzgruppe ein, die in der ersten Pause die Zuschauer mit dem „Stockgalopp“ und der „Kreuzpolka“ unterhalten hatten.

Gelungen war bereits der Einstieg in die Inszernierung: Der Auftritt des Bürgermeisters Anton Kraxler (Werner Schrott) in mit Enten bedruckten Unterhosen brachte die Zuschauer in Stimmung. Er beklagt sich bei seiner Frau Karin (Katja Fürst) darüber, dass ihn Pfarrer Wenzel (Winfried Ferber) in den Ententeich geschubst hätte und er ihn deshalb zu einem Boxkampf als Revanche herausfordern wolle.

Feindschaft mit dem Pfarrer

Mit seinem ehemaligen Schulkameraden verbindet ihn eine Feindschaft, weil der Pfarrer einen Stall nicht einsegnen wollte und nicht genug Geld für einen Dorfbrunnen in der Kollekte gespendet wird. Der Pfarrer dagegen will seine Enten im Garten des Bürgermeisters grasen lassen und verdächtigt ihn, für den einen oder anderen Verlust seiner Tiere verantwortlich zu sein. So willigt er in den Boxkampf ein.

Unterstützung erfährt der Bürgermeister von seinem Gemeinderat Xaver Wimmer (Michael Ferber), der aber sehr mit seiner Frau Irma (Tina Brüchner) und deren Anti-Alkohol-Wahn zu kämpfen hat. Sie will auch als Vorsitzende des Kirchengemeinderates diesen Boxkampf unbedingt verhindern. Und ein weiteres Problem verursacht dem Bürgermeister der Freund seiner Tochter Heidi (Martina Riedl), den er partout nicht in der Familie und im Haus sehen will. Dass dieser Udo Schröder (Michael Zickermann), den er immer Schneider nennt, schließlich zum Ringrichter bestimmt wird, verschafft ihm einiges Kopfzerbrechen. Schließlich willigt er in die Hochzeit ein, um ihn beim Boxkampf auf seine Seite zu bringen.

Stimmung für ihn soll auch die Dorfratschn Sophie Sutter (Ingrid Lamatsch) machen, die ihre angebliche Umfrage fälscht und sich ständig in die Vorbereitungen einmischt. Angeblich nur, um die Kontrahenten so richtig anzuheizen. Das Dorf ist wie elektrisiert und alle wollen den Kampf verfolgen, von dem der Bürgermeister humpelnd und mit einem dicken Veilchen nach Hause kommt. Ein toller Schwinger des Pfarrers hat ihn auf die Bretter befördert und Ringrichter Udo hat viel zu schnell ausgezählt, wie Sophie Sutter anklagt.

In Siegerpose erscheint der Pfarrer und wird gleich vom Bürgermeister zum Revanche-Kampf herausgefordert. Warum er diesen annimmt und welche Überraschung die Beiden noch parat haben, soll nicht verraten werden. Schließlich wollen auch die Besucher der beiden nächsten Theaterabende am 1. und 8. April noch ein bisschen Spannung im Vorfeld haben.

Die Zuschauer der Premiere waren begeistert von dem turbulenten Spiel und dankten mit lang anhaltendem Beifall allen Schauspielern und der Souffleuse Rita Ferber. Sie ließen sich auch gern zum Bleiben und Singen überreden, damit Katja Fürst von der Truppe zum Geburtstag gratuliert werden konnte.

N-Land Anita Wilcke
Anita Wilcke