2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen Neudrossenfeld

Perfektes Wochenende für den SC Feucht

Stephan König (hier im Zweikampf) machte für seine Feuchter per Elfmeter das entscheidend Tor zum 2:1. | Foto: Meier2018/11/KoenigStephan-im-Zweikampf.jpg

FEUCHT – Der 1. SC Feucht bleibt weiter im Titelrennen der Landesliga Nordost. Am Freitagabend gewann der SC das Topspiel gegen den bis dato Tabellenführer TSV Neudrossenfeld mit 2:1 (1:1). 380 Zuschauer sahen ein hochklassiges Spitzenmatch und am Ende war es ein verdienter Erfolg der Gastgeber, die damit bereits ihr letztes Heimspiel des Jahres bestritten haben.

Den frühen Rückstand aus der dritten Minute egalisierte Felix Spielbühler (11.). Den Siegtreffer markierte Stephan König per Strafstoß (70.). In der Schlussphase mussten die Feuchter noch um den Erfolg bangen, weil der TSV mächtig Druck aufbaute, aber nicht mehr zu Ausgleich kam.

Bei den Hausherren musste Nico Wessner passen, er war auf dem Kunstrasen in Coburg umgeknickt und hatte sich am Mittelfuß verletzt. Ansonsten mussten einige Akteure angeschlagen in das so wichtige Match gehen, denn bei einer Niederlage des SC wäre die Saison wahrscheinlich schon gelaufen gewesen. Dementsprechend engagiert gingen die Hausherren zu Werke. Aber die passten gleich am Anfang nicht gut auf. Ein Freistoß an der Mittellinie vor der Tribüne wurde auf den linken Flügel gespielt und die Flanke von dort verlängerte Louis Engelbrecht mit dem Kopf zu Stefan Kolb, der am langen Pfosten ungehindert einschießen konnte (3.). Es schien so, als sollte der Lauf des Spitzenreiters anhalten, der ja 13 Mal in Folge nicht verloren hatte.

Doch die Zeidler steckten den Rückstand gut weg, kamen zu zahlreichen Möglichkeiten wie durch Michael Eckert, der aus zehn Metern knapp vorbei zielte (9.). Alsbald fiel der Ausgleich. Ausgangspunkt wie bei vielen Aktionen war der ganz stark aufspielende Fabian Klose. Der erkämpfte den Ball fast an der Eckfahne gegen zwei Mann, spielte in den Strafraum, wo Eckert zu Felix Spielbühler ablegte und der konnte aus elf Metern überlegt einschießen (11.).

Es blieb weiter eine offene Partie, in der beide Teams versuchten Akzente zu setzen. Bis zur Pause hatte Feucht weitere klare Möglichkeiten für den Führungstreffer. Spielbühler scheiterte an Tormann Tobias Grüner (15.), Stephan König per Kopf (22.) und Eckert, der knapp am Pfosten vorbei schoss (45.).

König verwandelt sicher

Auch im zweiten Durchgang blieb es spannend und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt konnten sich die Zuschauer am Spiel erwärmen. König hatte Pech, als er knapp am Ball vorbei rutschte (57.). Dann ging Eckert im Strafraum zu Boden, er war geschubst worden, und so gab es Elfmeter, den König sicher zum 2:1 nutzte (70.). Jetzt kam auch noch Angreifer Szymon Pasko in die Partie (73.), ein Zeichen von SC-Trainer Florian Schlicker, dass er sich mit dem 2:1 nicht zufrieden gibt. Der hatte wenig später das 3:1 auf dem Fuß, vergab aber (80.).

In der Schlussphase bäumte sich Neudrossenfeld auf. Das Team aus dem Landkreis Kulmbach wollte unbedingt einen Punkt mitnehmen. Einmal mehr stand Feuchts Keeper Andreas Sponsel im Mittelpunkt, der mit einigen außergewöhnlichen Reaktionen die TSV-Angreifer um den ganz starken Louis Engelbrecht schier zur Verzweiflung brachte.

Die letzten Minuten wollten einfach nicht vergehen und in der letzten Minute der fünf-minütigen Nachspielzeit forderten die Oberfranken Elfmeter, den aber der sehr umsichtige Referee aus der Oberpfalz nicht gab. Im Gegenzug hätte Feucht noch einen klaren Handelfmeter bekommen müssen. Dann war Schluss und für den 1. SC Feucht bedeutet dieser Erfolg, dass die Saison weitergeht. Denn die Feuchter haben sich bis auf drei Punkte an Neudrossenfeld heran geschoben und sind nach den unerwarteten Patzern von Schwabach und Eintracht Bamberg mittendrin im Vierkampf um die Meisterschaft. Die geht am nächsten Samstag für den SC mit dem Auswärtsspiel beim Vorletzten SpVgg Selbitz im Jahr 2018 zu Ende.

Stimmen zum Spiel:

Werner Thomas (Trainer TSV Neudrossenfeld): „Es war ein tolles Match, das eines Spitzenspieles würdig war. Es war eine ganz enge Partie, mit leichten Vorteilen für Feucht. Die Elfmeterentscheidung gegen uns haben wir etwas anders gesehen, aber so ist das. Feucht hat nicht unverdient gewonnen, wenngleich für uns auf jeden Fall ein Punkt drin gewesen wäre.“

Florian Schlicker (Trainer 1. SC Feucht): „Beide Mannschaften haben eine super Partie geboten, in der wir das bessere Ende für uns hatten und das nicht unverdient. Da war alles drin von Kampf über Leidenschaft und auch sehr gute spielerische Elemente. Wir hatten schon vor der Pause die Möglichkeit zur Führung und auch gleich nach Wiederbeginn. Der Elfmeter war vollkommen berechtigt. Am Schluss wurde es noch einmal eng, aber die Jungs haben super gefightet und sich den Dreier verdient. Damit bleiben wir weiter im Rennen um den Aufstieg. Schade nur, dass wir nach dem 1:3 im Hinspiel den Direktvergleich verloren haben.“

1. SC Feucht: Andreas Sponsel – Julian Schäf, Bastian Leikam, Ljuban Ivic, Yasar Kaya, Michael Eckert (72. Nicolae Oltean), Fabian Klose, Junior Betsi Mbetssi, Felix Spielbühler (82. Alexandros Nikopoulus), Lino D‘Adamo, Stephan König (73. Szymon Pasko) – Trainer: Florian Schlicker.

TSV Neudrossenfeld: Tobias Grüner – Steffen Taubenreuther, Carsten Hahn, Florian Hoffmann (89. Tim Majczyna), Levin Pauli, Bas Peeters (83. Jahn Löhrlein), Daniel Hacker, Julian Pötzinger, Louis Engelbrecht, Sascha Engelhardt, Stefan Kolb – Trainer: Werner Thomas.

Schiedsrichter: Markus Haase (Burglengenfeld) – Zuschauer: 380.

Tore: 0:1 Stefan Kolb (3.), 1:1 Felix Spielbühler (11.), 2:1 Stephan König (70. Foulelfmeter).

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