Feuchter 3:2-Sieg in Schwabach

Pasko entscheidet das Spitzenderby

Der entscheidende Treffer zum 3:2 für die Gäste aus Feucht. SC-Stürmer Szymon Pasko (Nummer 18) jagt die Kugel in bester Torjägermanier in die Maschen und lässt sich anschließend von seinen Kollegen an der Seitenlinie feiern. | Foto: Meier2018/08/2-3-durch-PaskoSzymon-18-mit-IvicLjuban-und-Tw-AdamaschekFlorian.jpg

SCHWABACH/FEUCHT – Im Spitzenspiel der Landesliga Nordost hat sich am Sonntagvormittag der 1. SC Feucht im Derby beim SC 04 Schwabach mit 3:2 (2:2) durchgesetzt. 600 Zuschauer sahen im Stadion an der Nördlinger Straße vor allem in der ersten Halbzeit ein Duell, das die Bezeichnung Spitzenspiel verdient hatte. Feucht lag zweimal zurück, aber noch vor der Pause schafften Szymon Pasko und Michael Eckert jeweils den Ausgleich. Kurz vor dem Ende war Pasko, der den 3:2-Endstand herstellte.

Das Derby begann mit einem Paukenschlag. Ein weiter Ball aus der eigenen Hälfte von Niklas Wälzlein kam überraschend bei Florian Nißlein an. Der konnte den Ball an Torhüter Andreas Sponsel vorbei zur frühen 1:0-Führung in die Maschen setzen (3.). Der Treffer beflügelte die Aktionen der Hausherren und Feucht musste nun aufpassen, dass sie nicht überrollt werden. Früh störten die Gastgeber die Aktionen des SC, der schon in der eigenen Hälfte angegriffen und so im Spielaufbau gestört werden konnte.

Aber die Mannschaft von Trainer Florian Schlicker behielt kühlen Kopf und versuchte ihr Spiel konsequent über die Flügel aufzuziehen. Als Felix Spielbühler über links kam und den Ball scharf ins Zentrum spielte, tauchte Szymon Pasko auf und traf per Kopf aus zehn Metern rechts unten zum 1:1-Ausgleich (20.). Jetzt war Feucht im Spiel, konnte das Derby offen gestalten. Aber auch Schwabach tauchte immer wieder gefährlich vor dem Gästekasten auf. Ein Pass von rechts kam zu Daniel Orel, der aus elf Metern genau in den Winkel rechts oben abzog und Sponsel im SC-Kasten keine Chance ließ – es stand 2:1 für die Heimelf (36.).

Aber noch war nicht Pause und Feucht war nach wie vor in der Lage konstruktiv nach vorne zu spielen. Fabian Klose schlug einen Diagonalball von links auf Pasko, der die Kugel mit dem Kopf von rechts auf die andere Seite servierte und da stand Michael Eckert goldrichtig, schoss aus acht Metern schräg zum neuerlichen Gleichstand ein (40.). Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen und die einhellige Meinung auf der Tribüne lautete, dass es bis dahin ein tolles Spiel von beiden Teams war.

Zurück auf Platz eins

In der Pause sprach Feuchts Coach Schlicker, der spielfertig an der Seitenlinie stand und einmal sogar von Salim Ahmed angespielt wurde, er hatte Schlicker für einen Mitspieler gehalten, die Probleme in der Defensive an. Bis auf eine Szene kurz vor dem Ende, als Thomas Mohrbach aus sechs Metern nur um wenige Zentimeter am Tor vorbei köpfte (89.), stand die Deckung jetzt sicherer. Die beiden Nachbarn neutralisierten sich jetzt mehr und mehr, keiner wollte einen Fehler machen.

Aber es gab noch die eine Szene, die dieses Match entscheiden sollte. Michael Eckert, die Schwabacher versuchten ihn mehr und mehr zu provozieren, spielte einen genialen Pass in die Schnittstelle der Viererabwehrkette. Pasko startete von hinten, nahm den Ball im Lauf mit und konnte diesen aus halblinker Position geschickt an Keeper Florian Adamaschek vorbei ins lange Eck zum 3:2-Siegtreffer setzen (77.). Schwabach reklamierte Abseitsstellung, aber dem war nicht so. „Ich bin von hinten gestartet, das war kein Abseits“, bestätigte der Schütze.

Torjubel beim SC Feucht nach dem 3:2 durch Szymon Pasko. | Foto: Meier2018/08/Torjubel-SC-Feucht-beim-2-3-durch-PaskoSzymon_2.jpg

Schwabach stellte auf Dreierkette um, warf alles nach vorne. Aber bis auf den Kopfball von Mohrbach kurz vor den Abpfiff hatten Sponsel & Co alles im Griff. Der Sieg war fix und Feucht holte sich die Tabellenführung zurück. Am kommenden Freitag steht ab 19 Uhr das Heimspiel gegen den SV Memmelsdorf an und da will der SC Platz eins natürlich erneut verteidigen.

Stimmen zum Spiel:

Florian Schlicker (Trainer 1. SC Feucht): „In Schwabach zu gewinnen ist ein schöner Dreier. Vor allem die Art und Weise hat mir gefallen. Wir sind zweimal zurückgekommen, haben das Spiel noch gedreht. Die Mannschaft hat Moral, Kampfkraft und Siegeswillen an den Tag gelegt und sich so den Dreier verdient.“

Christian Krach (Co-Trainer SC 04 Schwabach): „Schade, sehr schade. Wir haben großen Aufwand betrieben und und uns dafür nicht belohnt. Wir haben es versäumt das 2:0 nachzulegen, was möglich gewesen wäre. Am Ende hat sich die individuelle Klasse von Feucht durchgesetzt. Ein Unentschieden wäre nach meiner Meinung das gerechte Ergebnis gewesen. Auf alle Fälle war es ein Derby, dass der Bezeichnung Spitzenspiel gerecht geworden ist.“

SC 04 Schwabach: Adamaschek – Wälzlein, Mohrbach, Zillmann, Agha, Nißlein (57. Rohracker), Oktay, Söder, Cittadini (74. Duraku), Orel, Weiß .

1. SC Feucht: Sponsel – Leikam, Ivic, Uwadia, Ahmed (61. Nikopoulus), Eckert, Klose, Boynügrioglu, Spielbühler (76. Abdal Al Jabar), Pasko, Wessner .

Schiedsrichter: Marcel Riedl (Neuburg)

Zuschauer: 600.

Tore: 1:0 Nißlein (3.), 1:1 Pasko (20.), 2:1 Daniel Orel (36.), 2:2 Michael Eckert (40.), 2:3 Szymon Pasko (77.).

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