Raiba-Weihnachten

Moosbacher Bürgerinitiative

Parkplatz-Pläne liegen auf Eis

Wann und ob der geplante Autobahnparkplatz an der A 6 bei Moosbach gebatu wird, ist wieder völlig offen, nachdem die naturschtzfachlichen Unterlagen dazu komplett überarbeitet werden müssen.2017/11/Lkw-Autobahn-Parkplatz-Rastplatz-Lastwagen-Symbolbild.jpg

MOOSBACH – Die Gegner des geplanten Autobahnparkplatzes „Mauswinkel“ an der A 6 bei Moosbach gehen ganz entspannt in die Adventszeit. Sie haben erfahren, dass die Planfeststellung für das Projekt vorläufig auf Eis liegt. Mindestens noch bis Mitte kommenden Jahres.

Hintergrund der neuen Entwicklung sind die naturschutzfachlichen Unterlagen für die Planungen im Reichswald bei Moosbach. Das erfuhren die Mitglieder der Bürgerinitiative von Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer, der immer ein offenes Ohr für die Moosbacher hatte. Beim jüngsten Reichswaldfest in Nürnberg besuchte Bauer den dortigen Stand der Bürgerinitiative, ließ sich über die Pläne für den Autobahnparkplatz und über die Argumente informieren, die nach Überzeugung der Moobacher BI dagegen sprechen und sagte spontan zu, als die BI-Mitglieder um ein Informationsgespräch bei der Regierung in Ansbach zum aktuellen Stand des Projekts baten.

Gespräch abgesagt

Bauer hat sich dann mit den planenden Stellen in Verbindung gesetzt und anschließend das Gespräch für den jetzigen Zeitpunkt abgesagt. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres will er sich aber gern mit der BI treffen, erst dann nämlich wird es Substantielles zu sagen geben. Bauer informierte die Moosbacher darüber, dass eine Überprüfung der von der Autobahndirektion Nordbayern vorgelegten naturschutzfachlichen Unterlagen für die Parkplatzplanung komplett überarbeitet werden muss. Das dauert bis mindestens Mitte 2018.

Wie es mit Planungen und Bau von Autobahnparkplätzen in Deutschland künftig weitergeht, ist vor dem Hintergrund einer Änderung des Fahrpersonalgesetzes ohnehin offen. Das Gesetz trat bereits im Mai 2017 in Kraft. Es verbietet den Lkw-Fahrern, ihre Wochenruhezeit in der Lasterkabine zu verbringen.

Es drohen Bußgelder

Bundestag und Bundesrat hatten auf Initiative von CDU/CSU und SPD die Änderung des Fahrpersonalgesetzes beschlossen. Die Neuregelung stellt klar, dass sowohl einem Fahrer als auch dem Verkehrsunternehmen in Deutschland künftig ein Bußgeld droht, wenn die regelmäßigen Wochenruhezeiten im Fahrzeug verbracht werden.

Bislang gab es mangels Rechtsgrundlage keine Sanktion für diese Fälle. Beim Verstoß droht nun ein Bußgeld von 60 Euro pro unterschrittener Stunde für den Fahrer und 180 Euro für den Unternehmer. Die Wochenruhezeiten müssen die Fahrer, wenn sie mit ihrem Laster unterwegs sind, in Motels auf Raststätten oder Autohöfen verbringen.

Fahrnbauer und Klug sind deshalb davon überzeugt, dass künftig sehr viel weniger PWC-Parkplätze an Autobahnen gebraucht werden.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten