Mahlzeit in der Industriestraße

Neuer Foodtruck Hotspot

Zur Premiere kommt der Foodtruck von Guerilla Gröstl aus Buchschwabach nach Feucht. | Foto: privat2018/01/foodtruck-neu.png

FEUCHT – Kooperation statt Konkurrenz – unter diesem Motto werden ab nächster Woche vier Foodtruck-Unternehmen zusammenarbeiten, um mittags hungrige Feuchter Bürger zu sättigen.

Auf dem Firmengelände von Smurfit Kappa Verpackungen in der Industriestraße stehen die Laster im Wechsel und präsentieren von 10 bis 13.30 Uhr ein Speisen-Sortiment, das sich ergänzt und ein bisschen über Burger & Co mit Pommes hinausweist. Ein Probelauf am Donnerstag vergangener Woche lief zur vollen Zufriedenheit der Betreiber.

Zu verdanken ist dieses besondere Angebot einem Azubi der Firma Smurfit Kappa. Schon lange hat man sich dort überlegt, wie man die etwa 110 Mitarbeiter der Firma tagsüber verköstigen könnte, berichtet Personalreferentin Andrea Kappes. Da in der Firma in zwei, manchmal drei Schichten gearbeitet wird, ist es aber schwierig, eine bewirtschaftete Kantine zu unterhalten, denn die Mitarbeiter haben zu völlig unterschiedlichen Zeiten Pause. Die Versorgung mit belegten Semmeln tagaus – tagein ist nicht jedermanns Sache, und so haben die Verantwortlichen die Anregung des Auszubildenden ernst genommen und sich um ein Foodtruck-Catering bemüht.

Der erste Kontakt kam mit Helmut G. Benkert von Ribwich in Schwabach im November zustande, so Kappes, und in kurzer Zeit hatte der ein kleines Netzwerk unter Kollegen aufgebaut, die alle Interesse an der Zusammenarbeit zeigten. Zu ihnen gehören Suppdiwupp aus Nürnberg sowie Guerilla Gröstl aus Buchschwabach, und auch ein Unternehmen vor Ort: Razz und Rübe, das in Kürze in der Feuchter Hauptstraße seine Niederlassung eröffnen wird.

Erste logistische Herausforderung war die Abstimmung des Zeitplans, den die vier Unternehmen mittlerweile festgeklopft und auf die Schiene gestellt haben. Beginnen wird man in der fünften Kalenderwoche in folgendem Rhythmus: in „geraden“ Wochen fährt mittwochs Razz und Rübe das Firmengelände an, donnerstags Ribwich, in „ungeraden“ Wochen kommt montags Guerilla Gröstl und donnerstags Suppdiwupp.

Start am Montag, 29. Januar

Guerilla Gröstl ist also der erste Truck mit Leckerem, der im Hof der Firma, Industriestraße 91, am Montag, 29. Januar, parkt. Der Standort ist bestens geeignet, es gibt genügend Platz, eine Wasserversorgung, Stromanschluss für die Trucks, die nicht autark sind, ebenso Toiletten, und das Gelände ist frei zugänglich.

Mit dem Testtag konnte man sehr zufrieden sein, findet Benkert von Ribwich, „wenn man bedenkt, dass ja null Werbung gemacht wurde“. Ein bisschen Mund-zu-Mund-Propaganda, ein paar Posts auf WhatsApp, und die Köche hatten gut zu tun. „Manche Autofahrer sind langsam am Gelände vorbeigefahren und haben guguckt, was da los ist, haben gewendet und sind zum Truck gekommen“, hat Andrea Kappes beobachtet.

Natürlich ist der Hauptgedanke, den eigenen Personalstamm mit frischen und für sie günstigen Mahlzeiten zu versorgen. Aber Teil des Win-win-Konzepts ist eben auch, Mitarbeiter anderer Firmen in der Umgebung und die breite Öffentlichkeit für die Gastronomie vom Laster zu gewinnen, denn „wenn das erst mal angenommen wird, dann kommen bald noch mehr Foodtrucks“, sind sich Max Hentschel von Ribwich und Ferdinand Pillenstein von Suppdiwupp einig.

Stichwort Frische: Darauf legen alle vier Firmenvertreter großen Wert.
„Es gibt kein Fastfood, kein Tiefkühlessen. Unser Fleisch, unsere Brötchen und unsere Zwiebeln kommen immer täglich frisch auf die Theke“, versichert Benkert. Tanja Albert von Razz und Rübe betont den Nachhaltigkeitsgedanken in ihrem Unternehmen, das auch frische vegetarische und vegane, oft auch asiatisch beeinflusste Gerichte im Angebot hat und dabei Gemüse aus dem Knoblauchsland verwendet.

Suppdiwupp bietet – ebenfalls täglich frisch – Suppen und Eintöpfe aus aller Welt an, ergänzt durch Milchreis und Smoothies. Und „Gourmetburger“, die über offenem Feuer gegrillt werden, gibt es bei Roland Glöggler von Guerilla Gröstl, dem einzigen Truck, der wegen der langen Vorbereitungszeit für seine Speisen noch nicht um 10 Uhr auf der Matte stehen kann.

Dafür kann man sich aber vorher im Internet ansehen, was der Tag und der Truck zur Stärkung bringt, und das dann auch schon vorbestellen, zum Beispiel, wenn man nur eine kurze Mittagspause hat.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler