Besondere Ausstellung nähert sich Thema Brustkrebs auf ungewöhnliche Weise

Mut zu positiven Lebensstrategien

"Wir alle sind schön", haben sich die mutigen Frauen zur neuen Lebensdevise gemacht und überzeugen durch ihre Authentizität. | Foto: Gisa Spandler2017/05/brustkrebs3.jpg
Raiba Fallback

FEUCHT – Eine für manche auf den ersten Blick verstörende, bei näherer Betrachtung dafür umso intensivere und berührende Foto-Ausstellung, die einem ganz besonderen Ästhetikbegriff gerecht wird, wurde am Freitag im Atrium des Rathauses eröffnet. Frauen mit Brustkrebs ließen sich von Fotograf Ulrich Mende ablichten, um auf das Thema aufmerksam zu machen, aber auch um zu zeigen, dass das Leben nach dieser Diagnose nicht zu Ende ist, sondern eine ganz andere Qualität erhält.

Das betonte auch Bürgermeister Konrad Rupprecht, der als Hausherr die Schau eröffnete. Er nannte die Ausstellung, die unter dem Motto „Mutige Frauen machen Mut“ steht, ein für den öffentlichen Raum ungewöhnliches Unterfangen und dankte den Organisatoren für ihre Initiative. An der Realisierung des Projektes waren in der Tat viele Gruppen beteiligt: das Gesundheitsamt des Landkreises, der „Krebspunkt“ der Diakonie, Kiss, die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen und die Selbsthilfegruppe Feucht.

Die Intention dieser Bilderschau sei, betroffenen Frauen Hilfestellung für einen Neustart zu geben, denn die Diagnose Brustkrebs sei in jedem Fall ein Schock und zwinge dazu, neue Lebensstrategien zu entwickeln, denn das Leben im privaten und beruflichen Umfeld ändere sich schlagartig: „Mit ihrer eigenen Fotogeschichte zeigen Frauen ihren Lebensweg und wollen für das Thema Brustkrebs sensibilisieren.“ Außerdem solle die Ausstellung wertvolle Beratungsangebote wie den Krebspunkt und die Selbsthilfegruppen bekannter machen, die leider unter einer steten Finanzierungsnot staatlicherseits zu leiden hätten.

Mit Mut und Lebensfreude

Brigitte Bakalov von Kiss moderierte die Veranstaltung und wies darauf hin, dass man mit dem Zeigen der Bilder auf neue Weise an das Thema Krebs herangehe.

Der mit Angst und Verzweiflung besetzten Diagnose würden durch Mendes Fotos Mut, Lebensfreude und Hoffnung entgegen gesetzt. Pfarrer Roland Thie, der erste Vorsitzende des Fördervereins Krebspunkt, nannte die Ausstellung beeindruckend und dankte dem Bürgermeister nicht nur für die Beherbergung, sondern auch dafür, dass diese wichtige Informations- und Beratungseinrichtung Krebspunkt vom Markt Feucht als einziger Kommune im Landkreis finanziell unterstützt werde.

Am Ende des kleinen Eröffnungsprogramms machten die zahlreichen, meist weiblichen Besucher und die Ehrengäste von der Möglichkeit, sich mit den Fachleuten auszutauschen, regen Gebrauch.

Es gab viele Fragen und Antworten, so dass der Wunsch des Bürgermeisters nach hoher Wahrnehmung der besonderen Schau schon am Tag der Eröffnung erfüllt wurde. Zu sehen sind die Bilder noch bis zum 9. Juni.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler