Erweiterung des Kindergartens im Walburgisheim

Markt Feucht braucht weitere Kiga-Plätze

Der im letzten Jahr eingeweihte Kindergarten Walburgisheim soll um zwei Gruppen erweitert werden um den notwendigen Bedarf für Feucht zu decken. | Foto: Märtl2017/01/kigaaufstockung_walburgisheim.jpg

FEUCHT – Die Kinderbetreuung fordert den Markt Feucht auch 2017. Obwohl die KiTa an der Sternstraße bereits beschlossen ist, wird auch diese Einrichtung nicht ausreichen, um den steigenden Bedarf zu decken. Schon am Donnerstag muss der Marktgemeinderat in seiner Sitzung „Nägel mit Köpfen“ machen, damit man die fehlenden Plätze kompensieren kann. Lösungsvorschlag: bauliche Erweiterung des im letzten Jahr eingeweihten Kindergartens im Walburgisheim um zwei Gruppen.

Dass die Plätze nicht ausreichen ist das Ergebnis des Absprachetermins der eingegangenen Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr 2017/2018 mit allen Leitungen der Feuchter Kindertageseinrichtungen und der Verwaltung des Marktes Feucht.

Bei diesem Termin wurde die Belegung für das kommende Kindergartenjahr nach dem derzeitigen Stand festgelegt. Nun werden von den Kindertageseinrichtungen Zusagen erteilt, die bis 3. Februar bestätigt werden müssen.

Dann werden die Belegungs- und Wartelisten der Kindertageseinrichtungen nochmals überarbeitet und dann bis 17. Februar weitergegeben.

Anschließend werden die Familien, die für 2017/2018 noch keinen Betreuungsplatz haben und bereits angemeldet sind, durch die Verwaltung angeschrieben. Die Rückmeldefrist hierfür wird Ende Februar sein.

Die aktuelle Erhebung hat ergeben, dass sowohl im Krippen-, Kindergarten- als auch im Hortbereich nicht alle Kinder eine Zusage für einen Betreuungsplatz erhalten. Auf der Warteliste stehen zehn Krippen-, 50 Kindergarten- und 36 Hortplätze.

Täglich Änderungen

Dieses Verfahren wird in Feucht seit 2011 durchgeführt, wobei es in den letzten Jahren immer Wartelisten für die verschiedensten Bereiche gegeben hat. Aus Gründen wie Doppelanmeldungen, Weg- und Zuzügen, oder ähnliches ändern sich diese Wartelisten derzeit täglich.

In der Hauptausschusssitzung informierte Bürgermeister Konrad Rupprecht das Gremium darüber, dass den Kindern aus dem Krippen- bzw. u3-Bereich sowie den Kindern aus dem Hortbereich voraussichtlich die noch nicht belegten Plätze im „Kinderhaus Lieblingsplatz“ in den mobilen Raummodulen angeboten werden. Durch die Erweiterung der Einrichtung auf das Erdgeschoss im September 2016 nach Auszug des Jugendzentrums stehen weitere Betreuungsplätze zur Verfügung.

Allerdings kann der Bedarf an Kindergartenplätzen in den bestehenden Einrichtungen nicht abgedeckt werden, ein weiteres Provisorium, so Rupprecht, möchte man vermeiden.

Eine Lösung des Problems

Schon im Hauptausschuss wurde eine Lösung des Problems präsentiert: Bürgermeister Konrad Rupprecht machte den Vorschlag, das im letzten Jahr eingeweihte Gebäude des Kindergartens im Walburgisheim Feucht durch zwei weitere Kindergartengruppen mit ca. 50 Kindern baulich zu erweitern.

Für diese Erweiterung wurde bereits der Träger des Walburgisheim Feucht gefragt, ob Interesse an einer Betriebsträgerschaft besteht, was grundsätzlich bejaht wurde. Detailverhandlungen müssen noch geführt werden.

Allerdings bedeutet die Entwicklung, dass die Marktgemeinde entsprechende Mittel in den Haushalt einstellen muss, was kurz vor der endgültigen Fertigstellung des Haushaltsplans noch bewerkstelligt wurde. Eine Million wurde für diesen Zweck in den Vermögenshaushalt eingestellt. In etwa 300.000 Euro kann man an Zuschüssen erwarten.

Im Hauptausschuss war man übereinstimmend der Meinung, dass die Überlegungen der Verwaltung sinnvoll und zukunftsgerichtet sind und sich das Walburgisheim auch deshalb anbietet, weil dort zwischen Krippe und Hort auch noch Plätze fehlen. Angesichts der vorliegenden Fakten ist zu erwarten, dass der Marktgemeinderat einer baulichen Erweiterung des Gebäudes zur Aufnahme von zwei weiteren Kindergartengruppen mit ca. 50 Kindern im Kindergarten Walburgisheim, unter der Betriebsträgerschaft des Seraphischen Liebeswerks Altötting grundsätzlich zustimmt und Bürgermeister Konrad Rupprecht beauftragt wird, mit dem Seraphischen Liebeswerk Einzelheiten zur Finanzierung des Baus und zum Betrieb der Einrichtung zu erarbeiten und einen Vertragsentwurf zu fertigen, der dem Marktgemeinderat zur Entscheidung vorzulegen ist.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl