Raiba-Weihnachten

2:1-Derbysieg gegen Schwabach

König und Lincke lassen die Feuchter jubeln

Der Held der ersten Hälfte auf Feuchter Seite: Keeper Andreas Sponsel hielt nicht nur einen Elfmeter, sondern war auch sonst für den Gegner (hier der Ex-Feuchter Martin Kirbach) nicht zu überwinden. Nur mit dem Eigentor seines Mitspielers Frank Lincke (r.) konnte er nicht rechnen. | Foto: Zink2017/10/1.scfeuchtscschwabach.jpg

FEUCHT – Der 1. SC Feucht hat zum Rückrunden-Auftakt in der Landesliga Nordost das Derby gegen den SC 04 Schwabach vor 320 Zuschauern im heimischen Waldstadion nach 0:1-Rückstand mit 2:1 gewonnen. Frank Lincke war einerseits der tragische Held, weil der per Eigentor die Führung für Schwabach besorgte (18.). Wenig später hielt Tormann Andreas Sponsel einen Elfmeter. Kurz vor der Pause konnte Lincke dann ausgleichen. Für den Siegtreffer zeichnete Stephan König verantwortlich (79.).

Feuchts Trainer Rainer Zietsch stand erstmals nach der U17-Weltmeisterschaft in Indien wieder an der Seitenlinie. Zietsch hatte als Co-Trainer von Christian Wück. Die deutsche Equipe war im Viertelfinale mit 1:2 an Brasilien gescheitert. Die wichtige Frage aus Sicht der Gastgeber lautete: Würde der SC nach nur drei Spielen in den letzten fünf Wochen wieder in die Spur finden? Die Gastgeber offenbarten zunächst Startschwierigkeiten gegen energisch auftretende Nachbarn aus Schwabach. Martin Kirbach und Florian Danner hatten gleich zu Beginn eine Doppelchance (5.).

Pechvogel Lincke

Zuerst konnte Yasar Kaya klären und dann war Keeper Sponsel zur Stelle. Die Führung war Schwabach war folgerichtig, als Frank Lincke einen Flankenball unglücklich wie unhaltbar für Sponsel zum 1:0 für die Gäste ins Netz lenkte (18.). Wenig später dann Elfmeter nach einem Foul, aber Selahattin Oktay scheiterte an Sponsel (21.). Das 2:0 hätte aber Oktay wenig später auch aus dem Spiel heraus erzielen können, der aber auch dieses Mal fand er in Sponsel seinen Meister (25.).  Das 0:1 aus Sicht der Gastgeber war zum diesem Zeitpunkt schmeichelhaft.

Erst in der letzten Viertelstunde vor der Pause konnte Feucht das Spiel etwas beruhigen. Eine gute Chance bot sich nach einer Flanke von Stephan König Marco Christ, dessen Kopfball Tormann Martin Bachner im Nachfassen sichern konnte (39.). Dann nochmal die Gastgeber per Freistoß von Athanasios Gkenios, der aber aus 20 Metern an Bachner scheiterte (45.).

SC dreht Partie

Im zweiten Durchgang zeigten die Hausherren Moral und drehten die Partie noch. Zunächst aber war es Felix Kamara, der mit einem Alleingang an Sponsel nicht vorbei kam (48.). Doch nun war Feucht im Spiel, drückte dem Derby seinen Stempel auf. Den Ausgleich erzielte der Unglücksrabe Lincke. König hatte den Querbalken anvisiert und den Abpraller versenkte Lincke zum 1:1 (58.). Feucht war nun in diesem prickelnden Derby clever, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und kam noch zum Siegtreffer. Christ hatte Michael Eckert eingesetzt, der flanken konnte und König war mit dem Kopf zur Stelle, erzielte den 2:1-Siegtreffer (79.).

Damit hatte die Einheimischem dem Gast den Zahn gezogen und eine Partie gedreht, die lange Zeit für die Schwabacher lief. Felix Spielbühler hätte beinahe noch das 3:1 für die Zeidler erzielt, aber sein Schuss landete am Pfosten (86.). So blieb es beim 2:1 für die Heimelf, die viel Anlaufzeit gebraucht hat nach der Zwangspause. Doch nun ist Trainer Zietsch wieder zurück und Feucht konnte letztendlich an die guten Leistungen aus dem August anknüpfen. Im November stehen noch fünf Spiele für die Feuchter an. Da soll noch kräftig gepunktet werden. Die nächste Aufgabe ist am nächsten Sonntag die Auswärtspartie beim Aufsteiger und neuen Schlusslicht SpVgg Erlangen, die ebenfalls erfolgreich gemeistert werden soll.

Stimmen zum Spiel:

Tobias Ochsenkühn (Trainer SC 04 Schwabach): „Es war ein sehr gutes Landesliga-Spiel von beiden Mannschaften. Die Zuschauer sind auf alle Fälle auf ihre Kosten gekommen. Wir hatten in der ersten Halbzeit genügend Möglichkeiten das 2:0 zu erzielen, auch durch den Elfmeter. Wir hatten nach der Halbzeit durch Felix Kamara die große Chance zum 2:0, die wir aber auch nicht nutzen konnten. Danach war der Akku irgendwie leer und Feucht hat noch den Treffer zum etwas glücklichen 2:1-Sieg erzielt.“

Rainer Zietsch (Trainer 1. SC Feucht): „Es war ein sehr intensives Spiel, eben ein richtiges Derby. Unser Torwart hat uns mit dem gehaltenen Elfmeter vor dem 0:2 bewahrt und dadurch im Spiel gehalten. Nach der Halbzeit ist die Mannschaft mit großer Überzeugung aufgetreten und hat noch die drei Punkte geholt. Hut ab vor dieser Leistung.“

1. SC Feucht: Andreas Sponsel – Yasar Kaya (25. Jannik Schneider), Ljuban Ivic, Christopher Uwadia, Marco Christ, Michael Eckert, Athanasios Gkenios (67. Alexandros Nikopoulus), Frank Lincke, Felix Spielbühler, Nico Wessner (89. Antonio La Macchia), Stephan König – Trainer: Rainer Zietsch

SC 04 Schwabach: Martin Bachner – Florian Danner, Thomas Mohrbach, Timm Raumer, Patrick Soldner, Brandon Lala, Markus Stahl (45. Eleftherios Sadikis), Martin Kirbach, Selahattin Oktay (80. Okcan Tekdemir), Salim Ahmed, Felix Kamara (82. Oguzhan Bozkan) – Trainer: Tobias Ochsenkühn.

Schiedsrichter: Mario Hofmann (Heroldsbach) – Zuschauer: 320.
Tore: 0:1 Frank Lincke (18. Eigentor), 1:1 Frank Lincke (58.), 2:1 Stephan König (79.).
Besondere Vorkommnisse: Selahattin Oktay (SC 04 Schwabach) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Andreas Sponsel (21.).

dme

 

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