Festgottesdienst und Festakt zum 90-jährigen Bestehen des Walburgisheims

„In Feucht angekommen und integriert“

Norbert Claußen, Gesamtleiter des Walburgisheims, konnte zum Jubiläumsfestakt viele Gäste begrüßen. In der ersten Reihe stellvertretender Landrat Norbert Reh und 3. Bürgermeister Gerd Steuer. Zwischen den beiden Präses Pater Grumann.2016/04/walburgisheim_geburtstag_1.jpg

FEUCHT – Mit einem Festgottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche und einem anschließenden Festakt im Saal des Walburgisheims wurde an den Beginn des Kinderheims vor 90 Jahren in Feucht erinnert. Stellvertretender Landrat Norbert Reh bezeichnete die Einrichtung als ein „Licht in Krisenzeiten“ in dem auch minderjährige unbegleitete Flüchtlinge eine neue Heimat fanden. Namens des Landkreises dankte er für die hier geleistete „hervorragende Arbeit mit jungen Menschen“.

Feuchts 3. Bürgermeister Gerd Steuer gratulierte im Namen der Marktgemeinde und verwies darauf, dass in den vergangenen 90 Jahren Hunderte von Kindern und Jugendlichen hier Obhut und Betreung sowie Heimat gefunden haben. Das Gefühl von Heimat aber könne nur entstehen, wenn ein junger Mensch Halt finde und hier setze das Seraphische Liebeswerk Altötting in seiner Arbeit an.

Das Walburgisheim sei als Einrichtung der sozialen Kinder- und Jugendhilfe in Feucht nicht mehr wegzudenken. Er lobte die wichtige Arbeit der Erzieher, die nicht nur pädagogisch, sondern auch gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung sei.

Das Walburgisheim sei als Einrichtung der sozialen Kinder- und Jugendhilfe in Feucht nicht mehr wegzudenken. Er lobte die wichtige Arbeit der Erzieher, die nicht nur pädagogisch, sondern auch gesellschaftspolitisch von großer Bedeutung sei.

Gemeinnütziges Engagement

Für die Zukunft wünschte er dem Walburgisheim weiterhin so engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit viel Spaß und Freude an der Arbeit und dem SLW, dass es das wertvolle, gemeinnützige Engagement in den nächsten Jahren weiterentwickle und fortsetze.

Johannes Erbertseder, geschäftsführender Vorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Seraphischen Liebeswerkes, erinnerte dankbar daran, dass hier bis vor wenigen Jahren die Mallersdorfer Schwestern segensreich tätig waren. Der nahtlose Übergang zur weltlichen Leitung gelang mit Elfriede Prottengeier, die dann ein bestelltes Haus an Norbert Claußen übergeben konnte.

Erbertseder dankte allen Beschäftigten für ihre gute Arbeit und stellte fest, dass das Walburgisheim mit seinen aktuellen Angeboten in Feucht angekommen und integriert sei. „Die Kinder haben hier eine Heimat gefunden.“

Inklusion und Integration

Hier werde neben heilpädagogischer Arbeit Kinderbetreuung angeboten sowie Inklusion und Integration gelebt. Norbert Claußen hatte sich in seinen einleitenden Worten erfreut gezeigt, dass viele der Einladung gefolgt waren. Froh war er auch darüber, das man das Jubiläum auf den Tag genau feiern konnte.

In einer lockeren Präsentation der Geschichte des Walburgisheims (siehe unseren Beitrag in der Wochenendausgabe) fand er immer wieder die Querverbindung zu den anwesenden Gästen und die sie vertretenden Institutionen und Einrichtungen, denen er für die allseits gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit dankte. Unter den Gästen viele Marktgemeinderäte, Vertreter von Verwaltung und Gemeindewerken, Sparkasse und Raiffeisenbank, Vertreter weiterer Einrichtungen des Seraphischen Liebeswerks, die Feuchter Pfarrer Edwin Grötzner und Roland Thie sowie Werner Schmidt von den Rummelsberger Anstalten.

Besonders herzlich hieß er die Mallersdorfer Schwestern Magdalenis, Elise und Rosina willlkommen, die viele Jahre in Feucht tätig waren.

Jubiläumsprojekt Heizung

Er dankte dem stellvertretenden Landrat und 3. Bürgermeister Gerd Steuer für die „Umschläge mit Inhalt“, die ein Beitrag für die neue Heizung sind. Bekanntlich wurde für dieses Jubiläumsprojekt, das einen Kostenaufwand von 100.000 Euro erfoirdert, eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Mittlerweile, so Claußen, sei man bei einer Spendensumme von 40.000 Euro angekommen. Er bat um weitere Unterstützung und zeigte sich zuversichtlich das hinzubekommen. Je mehr an Spenden eingehe und die Eigenmittel geschont werden, umso mehr Geld bleibe für die Kinder.

Weiter legte er den Gästen einen Beitritt zu den Freunden des Walburgisheims nahe. Mit dem Jahresbeitrag von acht Euro – nach oben keine Grenze – könne man die Arbeit dauerhaft unterstützen.

Sommerfest am 11. Juni

Abschließend verwies Claußen auf das am 11. Juni stattfindende Sommerfest, bei dem die ganze Bevölkerung zum Mitfeiern eingeladen ist und alle Einrichtungen – Wohngruppen, Krippe, Kindergarten und Hort – besichtigt werden können.

Ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist das Treffen der Ehemaligen am 16. Juli.

 

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl