Ausgezeichnete Pizzen in Feucht

Frühling auf dem Teller

Jaqueline Bellmann, Francesco Galati, Santo Lauria und Pasquale Abbruzzese freuen sich über den vierten Platz bei der Deutschen Pizzameisterschaft. | Foto: privat2017/03/Feucht-Pizza-IlPom1.jpg

FEUCHT – Bevor er Einzug in die Gärten hält, macht sich in Feucht der Frühling auf den Tellern breit. Das Bild eines bunten Frühlingsgartens hat Pizzabäcker Santo Lauria zu seiner Pizza Primavera inspiriert. Mit ihr landete Lauria nebst seinem Kollegen Francesco Galati und dessen Pizza Capricciosa auf Platz vier bei der siebten Deutschen Pizzameisterschaft in Berlin.

Santo Lauria zeigt ein Foto seiner Pizza Primavera, mit der er in Berlin brillierte und spricht von den ersten Krokussen, Tulpen und Narzissen, den ersten Farbtupfern in den Gärten, vom Frühling. Rote und gelbe Cherrytomaten, wie Blütenkelche zugeschnitten, umrahmt von Rucola-Grün und Basilikumblättern, Kreise von Büffelmozzarella und Scamorzakäse, Sprengsel kross gerösteten Schweinebauchs: Das Bild genügt, diese Pizza muss man nicht einmal vor sich haben, damit einem das Wasser im Mund zusammenläuft.

Kreativität ist wichtig

Kreativität war gefragt, als Lauria sich im letzten September das Bild dieser Frühlingswiese ins Gedächtnis rief. Gemeinsam mit Chefin Jaqueline Bellmann und Chef Pasquale Abbruzzese waren er und sein Kollege Galati nach Berlin gereist. Santo Lauria trat für das „Hotel More“ bei der siebten Deutschen Pizzameisterschaft an, Francesco Galati ging für die Pizzeria „Il Pomodore“ an den Start.

Teilnahme auf Einladung

Beide Feuchter Lokale stehen unter der Führung von Bellmann und Abbruzzese. Teilnehmen durfte nicht einfach jeder, die Teilnahme erfolgte auf Einladung.

Kreativität war gefragt, denn die Zutaten für ihre Pizzen konnten die Bäcker nicht selbst auswählen. In Edelstahlbehältern warteten Tomaten, Mozzarella und Schweinebauch darauf möglichst geschmackvoll gemischt und verteilt zu werden. Den Teig wiederum mussten die Teilnehmer selbst mitbringen. „Wie ein Baby haben wir ihn eingepackt und transportiert“, sagt Jaqueline Bellmann.

Der Teig ist das A und O und deswegen verraten die Italiener ihr Geheimrezept auch nicht. Nur einen kleinen Hinweis liefert Abbruzzese: Dass manche Pizzabäcker den Teig direkt von der Mischmaschine auf‘s Blech bringen, das gehe gar nicht. Denn: Gehen muss er, der Teig. Der lange Weg von Feucht nach Berlin dürfte ihm also nicht geschadet haben. 32 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands waren angereist. Auf ihren vierten Platz sind die Feuchter stolz.

N-Land Julia Hornung
Julia Hornung