4:2-Sieg in Großschwarzenlohe

Feuchter behalten im Düster-Derby den Durchblick

Torschützen unter sich: Michael Eckert (links, Basti Leikam (rechts) und Fabian Klose (verdeckt) haben allesamt am Freitag gegen Großschwarzenlohe einen Treffer zum Sieg ihres SC beigesteuert. | Foto: Zink2018/09/scgrossschwarzenlohe_scfeucht.jpg

FEUCHT – Weiter auf Erfolgskurs bleibt der 1. SC Feucht. Der hat am Freitag am zwölften Spieltag in der Landesliga Nordost das Derby beim Neuling SC Großschwarzenlohe mit 4:2 (2:2) gewonnen. Mit dem achten Saisonsieg, dem zweiten in Folge, hat der SC Platz drei untermauert. Die vier Treffer in Halbzeit eins fielen alle nach Eckbällen. Im zweiten Abschnitt setzte sich die Qualität der Gäste durch. Die Treffer der Feuchter zum verdienten Sieg erzielten Michael Eckert, Bastian Leikam, Lino D’Adamo und Fabian Klose.

Vor dem Spiel rieben sich die Gäste ihre Augen, denn die Partie wurde auf den kleinen Platz verlegt, wurde nicht auf dem Hauptspielfeld ausgetragen. Die Gastgeber hatten das als taktische Maßnahme verstanden und hofften, dass sie so gegen das Team aus Feucht bessere Karten haben würden. Das schien sich in Halbzeit eins auch auszuzahlen.

Feucht musste erneut auf seine beiden Mittelstürmer Stephan König und Szymon Pasko verzichten. In einer intensiven ersten Halbzeit ging der SC früh in Führung. Eine Ecke von rechts von Yasar Kaya köpfte Michael Eckert am kurzen Pfosten ins lange Eck zum 1:0 (4.). Da schien es so, als sollte sich der Favorit mühelos durchsetzen können. Doch es kam anders.

Immer wieder versuchte der SCG Nadelstiche zu setzen. Bei einem Schuss von Oliver Lahr aus 20 Metern musste Feuchts Keeper Andreas Sponsel sein ganzes Können aufbieten, wehrte ab (19.). Auf der anderen Seite verpassten die Gäste das 2:0. Kaya hatte von links diagonal zu Fabian Klose gepasst und der direkt in den Lauf zu Julian Schäf weitergeleitet, dessen Schuss Tormann Dominik Brunnhübner, früher in Seligenporten und dann Nummer zwei in der 2. Liga bei Kickers Würzburg, abwehren konnte (25.).

Dann aber doch der Ausgleich. Nach einem Eckball von Justin Opcin köpfte Lukas Urban unbedrängt aus acht Metern ein (25.). Doch Feucht reagierte prompt. Wieder gab es eine Ecke von rechts, wieder servierte Kaya und Eckert verlängerte dieses Mal vom ersten zum zweiten Pfosten, und da rauschte Bastian Leikam heran, der den Ball aus wenigen Metern einköpfen konnte (34.).

Elfmeter verschossen

Die Hausherren hatten per Elfmeter die Chance zum 2:2. Denn nach einem Kontakt im Strafraum, der fast bis an die Eckfahne heranreichte, von Betsi Junior an Lahr gab es Strafstoß. Eine sehr eigenwillige Entscheidung des Schiedsrichters aus der Oberpfalz. Doch Philip Spindler lief im Bogen an und schoss links vorbei (36.). Der erneute Ausgleich fiel dann aber doch noch vor der Pause. Erneut kam eine Ecke von links in die Mitte an die Strafraumgrenze. Von dort schoss Jannik Hettwer und am Fünfmeterraum stand Lahr, der den Ball ins Netz lenkte (41.).

In der zweiten Halbzeit wurde es immer dunkler und die Hausherren schienen im Licht der nur vier Lampen mehr und mehr den Durchblick zu verlieren. Feucht machte Druck, hatte das Geschehen in der Hand und brachte den Underdog ein ums andere Mal in Schwierigkeiten. Nach einer Balleroberung kam die Kugel über Salim Ahmed zu Nico Wessner, der den eingewechselten Lino D’Adamo bediente, der aus 14 Metern schießen konnte (70.).

Großschwarzenlohe wehrte sich, versuchte erneut den Gleichstand zu erzielen, aber Feucht hatte alles im Griff. Julian Schäf brachte das Spielgerät von rechts zu Fabian Klose, der die Kugel aus 14 Metern aus recht spitzem Winkel humorlos unter die Latte zum 4:2 jagte (80.). Das war die Entscheidung, die Heimelf hatte nun auch von der Kraft her dem Rangdritten nichts mehr entgegenzusetzen.

Am Ende stand ein verdienter Sieg, den die Hausherren auch mit taktischen Mitteln nicht verhindern konnten. Für den 1. SC Feucht geht es am kommenden Freitag im heimischen Waldstadion weiter. Dann gastiert mit dem 1. FC Herzogenaurach der Matthäus-Klub in Feucht, ein weiterer Neuling, der aber wesentlich besser als der Vorletzte aus Großschwarzenlohe gestartet ist. 

Stimmen zum Spiel:

Florian Schlicker (Trainer 1. SC Feucht): „Der kleine Platz und das schlechte Licht in der zweiten Halbzeit haben ihren Teil beigetragen. In der ersten Halbzeit hatten wir ein paar Probleme. Nach der Pause haben wir es dann besser gemacht. Wir haben immer wieder viel Druck aufgebaut und letztlich dadurch den Sieg erzwungen. Spielerisch war auf dem Platz nicht viel möglich, aber wir haben den Kampf angenommen und das hat sich ausgezahlt.“

Florian Bauer (Trainer SC Großschwarzenlohe): „Die Niederlage tut weh, denn wir waren nahe dran etwas zu holen. Es war ein intensives Spiel und wir hätten mit dem Elfmeter sogar mit einer Führung in die Pause gehen können. Unter dem Strich hat die Mannschaft ihren Job gemacht, aber es hat dann leider doch nicht zu einem Punktgewinn

SC Großschwarzenlohe: Dominik Brunnhübner – Niklas Schmidt, Maximilian Kunz (78. Markus Nerreter), Lukas Urban (78. Konstantin Müller), Kevin Brunkhorst, Benjamin Taft (72. Dustin Koricic), Jannik Hettwer, Jannik Schneider, Justin Opcin, Oliver Lahr, Philip Spindler – Trainer: Florian Bauer.

1. SC Feucht: Andreas Sponsel – Julian Schäf, Bastian Leikam, Ljuban Ivic, Yasar Kaya, Fabian Klose (85. Alexandros Nikopoulus), Michael Eckert, Junior Betsi Mbetssi, Felix Spielbühler (68. Lino D’Adamo), Salim Ahmed, Nico Wessner (90. Manuel Langhans) – Trainer: Florian Schlicker.

Schiedsrichter: Matthias Kraus (Rieden)
Zuschauer: 203.
Tore: 0:1 Michael Eckert (4.), 1:1 Lukas Urban (26.), 1:2 Bastian Leikam (36.), 2:2 Oliver Lahr (41.), 2:3 Lino D’Adamo (70.), 2:4 Fabian Klose (80.).
Besondere Vorkommnisse: Philip Spindler (SC Großschwarzenlohe) schießt Foulelfmeter links am Tor vorbei (36.).

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