Derby in Großschwarzenlohe

Feuchter wollen eine Serie starten

In der letzten Saison noch im Waldstadion am Ball: Jannik Schneider (rechts) wechselte im Sommer vom SC Feucht nach Großschwarzenlohe und hat sich dort zum Stammspieler gemausert. | Foto: Zink2018/09/20180810_quelle_grossschwarzenlohe_juera_0008-1.jpg

FEUCHT – Am heutigen Freitagabend steht für den SC Feucht eine Partie an, die eindeutig zu den undankbareren Aufgaben in der Landesliga Nord Ost zählt. Denn im Derby beim Neuling und Tabellenvorletzten SC Großschwarzenlohe (Anpfiff 18 Uhr) ist ein Sieg Pflicht. Alles andere wäre aus Sicht des haushohen Favoriten eine riesige Enttäuschung.

Zum ersten Mal überhaupt in den letzten zehn Jahren schnuppern die Großschwarzenloher aktuell mal wieder Verbandsluft, sonst war die von Florian Bauer trainierte Elf lediglich Stammgast in der Bezirks- und Kreisliga. Dementsprechend schaut auch die Bilanz gegen die Feuchter aus – richtig geraten, es gibt gar keine! Beide Vereine sind sich in den letzten Jahren im Ligabetrieb tatsächlich nie begegnet.

Allerdings sind mittlerweile auch schon elf Spieltage absolviert und zudem tauscht sich SC-Coach Florian Schlicker regelmäßig mit seinen Trainer-Kollegen in der Landesliga Nord Ost über die kommenden Gegner aus, so dass er über Großschwarzenlohe behaupten kann: „Wir kennen sie schon ein wenig.“

Mit Maximilian Kunz und dem vor dieser Saison aus dem Waldstadion nach Großschwarzenlohe gewechselten Jannik Schneider spielen aktuell zwei ehemalige Feuchter beim Derby-Gegner. Da sich seit ihrem Abgang vom SC das Personalkarussell in der Zeidlergemeinde jedoch kräftig gedreht hat, dürfte sich die Tipps für ihren Coach Bauer doch arg in Grenzen halten. Der SC von der letzten Saison ist kaum noch mit der aktuellen Elf zu vergleichen – weder vom Personal noch von der Spielanlage.

Keine neuen Hiobsbotschaften

Im Gegensatz zu den Gastgebern, die zuletzt gegen Schwabach und in Bamberg neun Tore kassierten und dabei selbst kein einziges geschossen haben, ist der SC nach dem späten Derby-Sieg gegen den TSV Buch wieder auf Erfolgskurs. Auch die Personallage hat sich nicht verschlechtert, was in diesen Tagen bei den Feuchtern schon als gute Nachricht zu werten ist. Coach Schlicker ist daher guter Dinge und fordert nun von seinen Spielern: „Wir wollen mit dem Spiel in Großschwarzenlohe eine kleine Serie starten.“ 

So könnte der 1. SC Feucht spielen: Sponsel – Schäf, Leikam, Mbetssi, Kaya – Eckert, Ivic – Klose, Ahmed, Spielbühler – Wessner

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann