SC gewinnt 3:0 beim FSV Bayreuth

Feuchter machen in acht Minuten alles klar

In Bayreuth holt der SC Feucht den fünften Sieg in Folge. | Foto: kk2017/08/Unbenannt-1.jpg

BAYREUTH/FEUCHT – Bayreuth ist heuer definitiv ein lohnendes Ausflugsziel für die Feuchter. Nach dem 2:2 bei der Reserve der SpVgg Bayreuth am dritten Spieltag kehrten sie an diesem Sonntag nun sogar mit der vollen Punktausbeute im Gepäck zurück aus der Wagnerstadt. Drei Blitz-Tore innerhalb von acht Minuten genügten den Zeidlern, um den FSV auf dessen Platz in die Schranken zu weisen. Und das mit einer Mannschaft, die laut SC-Trainer Rainer Zietsch kaum mehr als eine Notelf war.

„Diese Woche war schon extrem“, brachte Zietsch das Personaldilemma auf den Punkt. Mit Marco Christ, Yaser Kaya, Fatih Boynügrioglu und Michal Nowak fehlten vier Stammspieler und da am Sonntag mit dem jungen Anthony Janin ein weiterer Akteur, der eigentlich fest für die Startelf eingeplant war, kurzfristig abgesagt hatte, saßen in Bayreuth beim SC nur „zwei A-Jugendliche und mit Stephan König ein Rekonvaleszent auf der Bank“, rechnete Zietsch vor. Zu wenig, um im Zweifel entscheidend von Außen reagieren zu können. Das mussten die Feuchter aber zum Glück nicht. Denn die sogenannte Notelf machte ihre Sache so ordentlich, dass der SC-Sieg bereits zur Pause quasi feststand.

Kreuzbandriss bei Nowak

Die Zeidler waren von Beginn an feldüberlegen, ließen Ball und Gegner laufen, aber zunächst noch ohne messbare Auswirkung auf der Anzeigetafel. Doch dann ging alles ganz schnell. In der 31. Minute flankte Außenstürmer Nico Wessner von der rechten Seite flach und scharf an den kurzen Pfosten, wo Jannik Schneider lauerte und den Ball dann zum 0:1 über die Linie drückte. Beim 2:0 für den SC nur fünf Zeigerumdrehungen später war ebenfalls Wessner beteiligt, diesmal jedoch als Torschütze. „Ob es ein Schuss von ihm war oder doch eher eine verunglückte Flanke, muss sich Nico noch fragen“, scherzte Zietsch hinterher. Ob nun Schuss oder Flanke, dem Torschützen dürfte es egal gewesen sein, schließlich fiel der Ball hinter FSV-Keeper Marco Petrovic ins Tor und bescherte Wessner damit seinen zweiten Saisontreffer. Für Felix Spielbühler war es drei Minuten später sogar schon der dritte. Von Mittelfeld-Kollege Philipp Mandelkow exzellent in Szene gesetzt, bewies der SC-Spielmacher, mit was für einem feinen Füßchen er ausgestattet ist, und lupfte den Ball über den Torhüter zum 3:0 ins Netz (39. Minute). Die Vorentscheidung, denn in der zweiten Hälfte passierte nichts mehr.

Trotz der berechtigten Freude über den fünften Sieg in Folge, der die Feuchter jetzt sogar auf den Aufstiegsrelegationsplatz zwei gehievt hat, war die Stimmung im SC-Lager nicht ungetrübt. Der Grund: Wie sich jetzt herausgestellt hat, muss Stürmer Michal Nowak am Kreuzband operiert werden und fällt damit auf unbestimmte Zeit aus.

FSV Bayreuth: Marco Petrovic – Guido Menzel, Lorenz Röthlingshöfer, Christopher Schwarzer, Matthias Sesselmann, Adrian Graf, Mert Ari (46. Hannes Schreiber), Friedrich Hendel-Diaz (46. Mert Tekelioglu), Marc Kellner, Alexander Koßmann, Marco Konradi (84. Luca Kasel) 

1. SC Feucht: Andreas Sponsel – Christopher Uwadia, Alexandros Nikopoulus, Marco Wittmann, Denis Damjanovic (78. Manuel Langhans), Ljuban Ivic, Jannik Schneider (82. Stephan König), Michael Eckert (70. Shahali Fatalili), Felix Spielbühler, Philipp Mandelkow, Nico Wessner –

Schiedsrichter: Christian Stapf (Breitengüßbach)
Zuschauer: 70
Tore: 0:1 Jannik Schneider (30.), 0:2 Nico Wessner (34.), 0:3 Felix Spielbühler (38.)

N-Land Krischan Kaufmann
Krischan Kaufmann