2:1 gegen ASV Neumarkt

Feuchter gewinnen den Pokalkracher

Wiedersehen im Waldstadion: Der Neumarkter Jonas Marx (links), der bis vor zwei Jahren für den SC die Schuhe schnürte, im Duell mit seinem Ex-Kollegen und SC-Urgestein Felix Spielbühler (Mitte). 1:0-Torschütze Stephan König beobachtet im Hintergrund die Szene und lauert auf den Abpraller. | Foto: Hable2018/07/scfeuchtasvneumarktpokal.jpg
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FEUCHT – Der 1. SC Feucht hat am Montagabend im ersten Pflichtspiel auf dem Weg in die Saison 2018/19 für eine Überraschung gesorgt. In Runde eins der Qualifikation zum Toto-Pokal besiegte der Landesligist verdient den Bayernliga-Klub ASV Neumarkt mit 2:1 (1:0). Stephan König hatte die Heimelf in Führung gebracht (36.). In der Schlussphase erhöhte Neuzugang Fabian Klose in seinem ersten Spiel auf 2:0 (87.). Der Anschlusstreffer der Oberpfälzer durch Christian Bullinger war nicht mehr als Ergebniskosmetik (89.). In Runde zwei trifft Feucht nun daheim auf den nächsten Bayernligisten, die SpVgg Jahn Forchheim.

Es war ein intensives und kampfbetontes Spiel: „Ein richtiger Pokalfight”, wie Feuchts Trainer Florian Schlicker die Partie einstufte. Vor allem war das Match über weite Strecken ausgeglichen: „Die Spielanteile waren recht gleich verteilt und jeder hatte seine Chancen. Wir haben aber in den entscheidenden Momenten das Richtige und hinten weniger Fehler gemacht“, verteilte Schlicker gute Noten für den Auftritt seiner Elf. Die Entscheidung führte der SC durch zwei Standardsituationen herbei. Einen von der Seite ausgeführten Freistoß von Nicolae Oltean konnte Stephan König am langen Pfosten zum 1:0 einnicken (36.). Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Zwei Standard-Tore

Neumarkt probierte es nach dem Seitenwechsel, aber kam nicht zu einem Torerfolg. Kurz vor dem Ende konnte Fabian Klose den zweiten Treffer markieren. Nach einer kurz ausgeführten Ecke kam der Ball zu Klose, der vom Strafraumeck einen Strich losließ, der unhaltbar einschlug (87.). Kurz vor dem Ende dann noch ein Ballverlust der Feuchter im Aufbau. Was folgte war ein Schnittstellenpass auf Christian Bullinger, der Keeper Andreas Sponsel ausspielte, der zwar noch knapp dran war, aber den Einschuss nicht mehr verhindern konnte (89.).

„Unter dem Strich war es ein nicht unverdienter Erfolg und wir freuen uns auf die zweite Runde”, so Schlickers Fazit. Der nächste Gegner ist wieder ein Team aus der Bayernliga Nord und damit gibt es erneut ein Heimspiel gegen die SpVgg Jahn Forchheim. Angesetzt ist die Partie für den kommenden Samstag (Anpfiff: 17 Uhr).

Verlegung sorgt für Knatsch

Allerdings sorgt dieses mittel-oberfränkische Duell bereits vor Anpfiff ordentlich für Trubel. Die Forchheimer wehren sich momentan noch vehement gegen diesen Termin und haben bereits Einspruch gegen die Spielverlegung eingelegt – ursprünglich sollten beide Teams am kommenden Donnerstag aufeinandertreffen.

Das passte jedoch den Feuchtern nicht in den Kram, weil sie bereits ihr erstes Pokalspiel aufgrund der Neumarkter Stadtmeisterschaft verschieben mussten und ihnen nun nur noch zwei Tage Pause zwischen den beiden Pokalspielen geblieben wären. Deutlich zu wenig, um anständig zu regenerieren und gleichzeitig das enggetaktete Vorbereitungprogramm durchzuziehen, wie die Verantwortlichen um SC-Macher Manfred Kreuzer finden. Also baten sie um Verlegung und sorgten damit bei den Forchheimern für eine unauflösbare Terminkollision.

Der Jahn hatte nämlich für just diesen Zeitpunkt gegen die U21 der SpVgg Greuther Fürth die große Generalprobe für den Bayernliga-Auftakt eine Woche später geplant.

Manfred Kreuzer betont zwar: „Gegen uns die Generalprobe zu absolvieren ist doch die viel bessere Variante.“ Die Forchheimer sehen das offensichtlich anders, weshalb das Aufeinandertreffen der beiden Traditionsvereine am Samstag noch längst nicht in trockenen Tüchern ist.

1. SC Feucht: Andreas Sponsel, Alexandros Nikopoulus, Julian Schäf, Bastian Leikam (62. Fabian Klose), Christopher Uwadia, Yasar Kaya (83. Fatih Boynügrioglu), Nicolae Oltean, Salim Ahmed, Felix Spielbühler, Manuel Langhans (46. Szymon Pasko), Stephan König – Trainer: Florian Schlicker

ASV Neumarkt: Maximilian Haid, Florian Hausner, Philipp Stephan, Jonas Marx, Daniel Haubner, Marc Eger (46. Marc Müller), Sebastian Semmler (75. Christian Bullinger), Christian Schrödl, Jonas Grunner, Ali Yetkin, Selim Mjaki – Trainer: Marco Christ

Schiedsrichter: Quirin Demlehner (Eggenfelden)

Zuschauer: 220

Tore: 1:0 König (36.), 2:0 Klose (86.), 2:1 Bullinger (89.)

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